negerwitz

Schuld war TV-Beitrag

Schul-Skandal um „Neger-Witz“

Farbigen Lehrer „beschimpft“ - Direktor suspendiert Schüler.

Dieser Skandal hat die Hauptschule in Grafen­egg (Bez. Krems) in ihren Grundfesten erschüttert: Stefan T. (14), Abschlussschüler des Polytechnikums, soll einen farbigen Englischlehrer als Neger beschimpft und ihn mit obszönen Ausdrücken beleidigt haben. Der Sohn eines angesehenen SP-Gemeinderats wurde umgehend vom Unterricht suspendiert. Der örtliche Blätterwald rauschte gewaltig, berichtete am Montag vom Rassismus-Eklat. Da war die Suspendierung von Stefan allerdings längst wieder aufgehoben. Der Landesschulrat hatte den Vorgang völlig neu bewertet.

Schuld war TV-Beitrag über Schwarzafrikaner

Vermutlich sogar mit ­einem Schmunzeln auf den Lippen. Gemeinderat Oswald T. zu ÖSTERREICH: „Es war alles nur ein Missverständnis, mein Bub ist kein Rassist und er hat den Lehrer auch nicht beleidigt.“ Schuld an allem sei die Wissenschaftssendung Galileo auf PRO 7 gewesen. Stefan habe dort einen Beitrag über Schwarzafrikaner gesehen.

Darin ging es zwar eigentlich um die besonderen athletischen Fähigkeiten afrikanischer Sportler, aber eben auch um deren legendäre männliche Ausstattung.

Und so rutschte es Stefan im Unterricht vor Klassenkameraden raus: „Der hat garantiert auch so ein Riesentrumm Negerb…“, sagte er. Ein Mitschüler ging zum US-Lehrer petzen: „Der Stefan hat gesagt, sie san a Negerb…“ So nahm der Skandal seinen Lauf.

Vater: „Warum wurde 
Sohn nicht angehört?“
Der Lehrer ist inzwischen planmäßig in die USA zurückgekehrt, der Bub wieder in der Schule. Direktor Alois Naber ist der Medienrummel eher peinlich: „Die Sache ist längst geklärt, der Schüler hat sich bei dem Kollegen entschuldigt.“

Vater Oswald T.: „Wenn die andere Seite gleich gehört worden wäre, hätte es diesen Skandal gar nicht gegeben.“

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