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Nach Fußballspiel

Schwere Ausschreitungen in der Schweiz

In den EURO-Städten Bern und Basel kam es zu heftigen Krawallen. Es gab mehrere Verletzte.

Nach Ausschreitungen bei Erstliga-Fußballspielen im EURO-2008-Co-Gastgeberland Schweiz sind am Freitagabend über 40 Personen meist leicht verletzt worden. Mehrere Menschen wurden vorübergehend festgenommen. In Bern setzte die Polizei Gummigeschoße und Tränengas ein. In Basel kam es beim Match des FC Basel gegen den FC Zürich nach Angaben der Behörden zu wüsten Szenen.

Nach dem Spiel konnte die Polizei nach eigenen Angaben nur mit Mühe einen Teil der Zürcher Fans unter Kontrolle halten und zu dem bereitstehenden Extrazug zwingen. Eine direkte Konfrontation mit ebenfalls gewaltbereiten Basler Fans konnte verhindert werden. 45 Personen erlitten bei den Auseinandersetzungen meist leichte Verletzungen, 16 von ihnen durch Gewalteinwirkung. Drei Personen, unter ihnen ein Polizist, mussten in ein Spital eingewiesen werden. Schon während des Spiels, das Basel mit 4:0 gewonnen hatte, war es zu Übergriffen gekommen: Zürcher warfen ins Stadion geschmuggelte Fackeln und Feuerwerkskörper auf Basler Zuschauer. Zwei Personen wurden verletzt.

Wie ein Polizeisprecher am Samstag auf Anfrage sagte, konnten die ins Spital gebrachten Verletzten dieses später wieder verlassen. Auch die festgenommenen Personen seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Je nach Sachlage hätten sie mit einem Verfahren zu rechnen. In Bern musste die Polizei am Freitag nach dem Spiel der Young Boys gegen Xamax Neuchatel (1:3) Gummigeschoße und Tränengas einsetzen, um außer Rand und Band geratene Fans beider Clubs zur Ruhe zu bringen. Zu den Ausschreitungen kam es außerhalb des Stadions. Ein Polizist wurde verletzt.