Rosi

Isotopen-Analyse

SIE löste das Mord-Rätsel um "Rosi"

Dank einer brandneuen Technik bekam die Tote von St. Margarethen einen Namen.

Vor 23 Jahren wurde auf einer Pferdekoppel in zwei schwarzen Plastiksäcken die großteils verweste Leiche einer ermordeten Frau gefunden. Das Verbrechen blieb ungesühnt, weil die Tote nicht identifiziert werden konnte. Dann übernahm die Cold-Case-Truppe des Bundeskriminalamtes. Und diese hatte die richtige Connection, um in diesem mysteriösen Fall einen entscheidenden Schritt weiterzukommen.

Um die Tote zu identifizieren, kam am München Institut für Rechtsmedizin eine brandneue Untersuchungsmethode zum Einsatz: Mithilfe der sogenannten Isotopen-Analyse kann Biologin Christine Lehn feststellen, welche Proteine und Nahrung ein Mensch bis zum Beginn seiner Pubertät zu sich genommen hat, da sich Teile dieser Elemente bzw. Bausteine in den Knochen ablagern.

So sah die Prostituierte aus

© bmi.gv
Rosi

Quelle: bmi.gv

Einzigartige Karibikinsel

In den Leichenteilen aus dem Burgenland entdeckte Lehn einen auffällig hohen Strontium-Wert, sodass sie zu dem Schluss kam, dass das Opfer nur von der Karibikinsel Hispaniola stammen konnte, also aus Haiti oder der Dominikanischen Republik.

Dann erinnerten sich Ermittler, dass Anfang der 1980er-Jahre einige Prostituierte aus der Dominikanischen Republik im Burgenland und in NÖ gearbeitet hatten. Am Schluss blieben zwei Namen übrig. Und als die Schwester einer der Frauen ihre DNA aus der Karibik geschickt hatte und Proben verglichen waren, war klar: Die Tote war Rosi. Geboren 1962. Verschwunden 1993. Irgendwo im Osten Österreichs. Jetzt suchen die Ermittler den Kunden, Freund oder Bekannten, der sie ermordet hat. (kor)



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