Hassprediger Nedzad B.

Brutalster Islamist des Landes verhaftet

Nach einer Justiz-Pleite soll dem Hass-Prediger nun der Prozess gemacht werden.

Es war eine peinliche Justizpanne: Nachdem im Jänner 2017 Österreichs schlimmste Jihadisten festgenommen worden waren, mussten sie 17 Monate später wieder aus der U-Haft entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft Graz hatte die Ermittlungen verbummelt. Doch jetzt sitzen die Islamisten wieder im Gefängnis.

Unter ihnen auch der Wiener Nedzad B., der bereits am vergangenen Wochenende festgenommen wurde. Der Bosnier gilt als schlimmster Hass-Prediger des Landes, trat in Moscheen in Währing und Neubau auf. Selbst andere Islamisten distanzieren sich von dem 43-Jährigen wegen dessen rigoroser Ideologie. Nedzad B. bedroht sogar andere Muslime, wirft ihnen vor, vom Glauben abgefallen zu sein. Seine Anhänger ruft er zum „letzten Kampf im Heiligen Krieg“ auf.

Zwei Islamisten
 tauchten unter

Ihm und seinen Gesinnungsgenossen wirft die Staatsanwaltschaft terroristische Vereinigung sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und staatsfeindliche Verbindung vor. Sie sollen in Österreich auch Kämpfer für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) rekrutiert haben. Die Anklageschrift umfast 300 Seiten, der Prozess ist frühestens für den Spätherbst geplant.

Zwei ehemals beschuldigte Islamisten sind in der Zwischenzeit abgetaucht. Nach ihrer ersten Entlassung aus der U-Haft sollen sie sich 2018 ins Ausland abgesetzt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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