Prozess: ÖVP-Politiker gewinnt gegen Identitären-Chef

Dolmetscher bei Motiv-Suche beigezogen

Cousine stach 18-Jährigen mit Messer in Hals

Eine Attacke im Affekt, ein Gerangel, Notwehr – in diesem Fall ist noch alles möglich. 

Mysteriöse Bluttat in Graz: Ein Passant hatte blutige Decken am Gehsteig bemerkt – die von ihm alarmierte Polizei entdeckte im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses in der Herrgottwiesgasse ein Pärchen: Der Mann, ein 18-jähriger Vietnamese, blutete stark aus dem Hals, während eine junge Frau (21) mit einem Handtuch versuchte, die Blutung zu stillen. Das Messer-Opfer wurde mit der Rettung ins LKH Graz gebracht – wo es noch immer in Lebensgefahr auf der Intensivstation im Koma liegt.
Cousine. Bei den Ermittlungen durch die Kripo indes stellte sich heraus, dass die 21-Jährige Vietnamesin und Cousine des niedergestochenen Mannes die Täterin gewesen ist – sie hatte Schnittverletzungen an der Hand und wurde ebenfalls im Spital behandelt.

Gewissensbisse?

Was im Stiegenhaus passiert war, und warum sie den Verwandten zuerst attackierte und dann versuchte, ihm das Leben zu retten, war unklar. Die Frau spricht kein Wort Deutsch. Ein geeigneter Dolmetscher wird erst gesucht, könnte aber Licht in den seltsamen Fall bringen: War es ein Streit, der eskalierte? Hat sich die Frau nur gewehrt? Oder war es ein eiskaltes Verbrechen, bei dem noch vor Ort das schlechte Gewissen Überhand gewann? 



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