Steiermark

Polizei schnappt moldawischen Menschenhändler

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33-Jähriger soll zumindest 14 Frauen zur Prostitution gezwungen haben.

Ein 33-jähriger Moldawier sitzt wegen internationalen Menschenhandels in der Justizanstalt Leoben in U-Haft: Der Mann wird verdächtigt, zwischen 2004 und 2006 zumindest 14 moldawische Frauen als Tänzerinnen angeworben und anschließend in der Steiermark und in Oberösterreich zur Prostitution gezwungen zu haben. Nachdem er im Dezember in Rumänien festgenommen worden war, wurde er nun an die österreichischen Behörden ausgeliefert, hieß es am Montag seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark.

Jahrelanges Treiben
Jahrelang soll der Moldawier Frauen im Alter von 24 und 30 Jahren in seiner Heimat und in Rumänien angeworben und ihnen Jobs als Tänzerinnen in Österreich versprochen haben. Mit Hilfe von Bordellbetreibern wurden Visa organisiert und die Opfer in die Steiermark und nach Oberösterreich gebracht. Dort mussten sie gegen ihren Willen der Prostitution nachgehen. Die Frauen mussten ihren gesamten Verdienst abliefern und von den Bordellbetreibern forderte der 33-Jährige ein zusätzliches Taggeld für die Frauen. Einige der Opfer wurden auch nach Italien vermittelt.

Aufgeflogen war das kriminelle Treiben im Dezember 2006, als Beamte des Landeskriminalamts Steiermark in einem Judenburger Bordell vier Frauen, die sich illegal in Österreich aufhielten, festnahmen. Weitere vier Jahre vergingen, bis die Ermittler bei umfangreichen Einvernahmen und in Zusammenarbeit mit den ausländischen Behörden einen internationalen Haftbefehl für den Moldawier erwirkten und der Verdächtige ausgeforscht wurde. Vor rund zwei Monaten klickten dann die Handschellen in Rumänien. Nach der Überstellung nach Österreich wurde der 33-Jährige einvernommen. Dabei zeigte er sich teilgeständig.

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