Dutzende Lkw-Fahrer an Tiroler Grenze gestrandet

Grenz-Streit

Dutzende Lkw-Fahrer an Tiroler Grenze gestrandet

Österreich riegelte den Brennerpass ab - es kam zu kilometerlangen Staus. Durchreise nur mit negativem Coronatest möglich.

Tirol. Bereits seit Sonntag haben österreichische Behörden den Brennerpass abgeriegelt. Lkw-Fahrer brauchen für die Durchreise einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Deshalb wurde am eine Teststation für Antigen-Schnelltests am Autohof Sadobre in Sterzing eingerichtet. Dennoch kam und kommt es zu massiven Lkw-Staus, wie ein Lastwagen-Lenker gegenüber oe24 berichtet. 

© Tom Mörtenhuber

© Tom Mörtenhuber

Normalerweise passieren hier 300-400 Fahrzeuge pro Stunde Richtung Norden. Durch die Kontrollen seien es teilweise nur 40-50. In der Nacht auf Dienstag sind dutzende Lkw-Fahrer an der Grenze gestrandet, wie Fotos zeigen. Sie mussten bei Minus-Graden ausharren, bevor sie getestet werden konnten. 

Fahrer in Kälte stehen gelassen

Ein Lkw-Fahrer klagt, dass sie seit gestern Abend keine Informationen bekommen würden. Man werde in der Kälte stehen gelassen – Essens-Stationen gibt es beim Zollamt Sterzing für die Lenker keine. Die Fahrer warten in Schlangen um getestet zu werden. 

© Tom Mörtenhuber

© Tom Mörtenhuber

Bereits am Montag hat der Chef der rechtsgerichteten italienischen Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, scharfe Kritik an den Grenzkontrollen am Brenner geübt, die am Montag zu Verzögerungen und Staus geführt haben. "Unsere Lkw-Fahrer verdienen klare Regeln, Respekt und gleiche Bedingungen", kritisierte Salvini auf Facebook die "schändlichen kilometerlangen Staus am Brenner". Österreichische Lkw-Fahrer sollten bei der Einreise nach Italien gleich behandelt werden, forderte er.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten