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Feuerwehrmann in Tirol als Brandstifter ausgeforscht

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Ein 17-jähriger Feuerwehrmann hat in Tirol zwei Brände gelegt und anschließend selbst an den Löscharbeiten teilgenommen.

Die Tiroler Polizei hat zwei Großbrände, die im August im Bezirk Kufstein für Aufsehen gesorgt hatten, geklärt. Als mutmaßlicher Brandstifter wurde ein 17-Jähriger ausgeforscht, der als Feuerwehrmann selbst an der Brandbekämpfung teilgenommen hatte. Ein Motiv für das Feuerlegen konnte er nicht angeben. Der Tiroler wurde am Donnerstag in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Brandstifter alarmierte Bewohner
In der Nacht zum 8. August war im dicht verbauten Ortskern von Walchsee im Tennen des landwirtschaftlichen Anwesens "Karrerhof" ein Heustock angezündet worden, wobei der Brand nur mehr durch einen Feuerwehreinsatz gelöscht werden konnte. Die Bewohner konnten von dem 17-Jährigen rechtzeitig geweckt werden, zwei Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Der 17-Jährige alarmierte auch seine Feuerwehrkameraden und half beim Löschen.

Am 21. August wurde in Walchsee der "Lippenhof" angezündet, wobei das Feuer im vollen Heutennen gelegt wurde. Das Wirtschaftsgebäude (Stall und Tennen) brannten vollkommen nieder. Das angebaute Wohnhaus wurde so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es derzeit durch die Bauernfamilie nicht mehr bewohnbar ist. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen dort auf etwa 500.000 Euro. Verletzt wurde niemand, das Vieh konnte rechtzeitig geborgen werden. Bei der Brandlegung im "Lippenhof" verließ der Tatverdächtige den Hof. Er kehrte erst im Zuge des Löscheinsatzes als Feuerwehrmann zurück.

Bei den Einvernahmen habe er schließlich ein Geständnis abgelegt. Ein klares Motiv für die Brandlegungen habe er nicht angegeben, berichtete die Polizei.

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