Prügel-Vorwurf gegen Luca-Vater

Tochter misshandelt?

Prügel-Vorwurf gegen Luca-Vater

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Nach einer anonymen Anzeige holte die Jugendwohlfahrt das Mädchen ab.

Bernhard Haaser versteht die Welt nicht mehr: 2007 hatte die Jugendwohlfahrt monatelang nichts unternommen, obwohl es bei seinem Sohn Luca deutliche Anzeichen von Misshandlung gegeben hat. Der Bub starb an den Schlägen des neuen Freundes seiner Ex.

Jetzt reichte eine anonyme Anzeige, dass Haaser seine Tochter Emina (7) weggenommen wurde. Vorwurf: Er soll seine kleine Tochter schwer misshandelt haben.

Haaser lebt in einer neuen Beziehung, hat zwei Kinder, Adriana (11) und Emina.

Vater: „Das ist Racheaktion“
Haaser spricht von einem Rachefeldzug: „Ich habe mein Kind nie angerührt. Ich schlage meine Kinder nicht. Das ist ein Komplott. Dahinter steckt meine Ex-Freundin“, sagt er zu ÖSTERREICH. Zwei Beamte der Jugendwohlfahrt Kufstein marschierten in die Wohnung der Tagesmutter von Emina und nahmen das Mädchen mit. Die Jugendwohlfahrt rechtfertigt diesen Schritt so: „Aufgrund der Anzeige bestand Gefahr im Verzug. Die Vorwürfe waren sehr hart“, sagt deren Chef Reinhold Hotter zu ÖSTERREICH. Haaser: „Eine Nacht-und-Nebel-Aktion.“

Bisse
Doch Emina soll sich am Weg ins Heim heftig gewehrt haben. Haaser: „Seit dem Tod von Luca geht es ihr sehr schlecht. Emina macht deshalb eine Ergotherapie.“ Die Siebenjährige soll auf dem Weg wild um sich geschlagen und gebissen haben. Ein Grund, warum das Mädchen später in die Uniklinik Innsbruck gebracht worden ist. Zeugen, die nicht genannt werden wollen, sprechen von mehreren Hämatomen auf dem Körper des Mädchens. „Sie wird bei uns stationär behandelt“, bestätigt ein Sprecher der Uniklinik.

Haaser vor Gericht
Auch die Staatsanwaltschaft ist jetzt mit dem Fall betraut. Haaser, dessen ältere Tochter Adriana weiter bei ihm und seiner Partnerin lebt, hat die Obsorge für Emina vorerst an die leibliche Mutter übertragen, damit sie das Mädchen rettet. Für den Vater engagiert sich vor allem die FPÖ, zu der Haaser ein Nahverhältnis hat.

Montag hat der Luca-Vater im Bezirksgericht Kufstein die Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Dann entscheiden die Richter, ob Emina zu ihm zurückkommt oder ihm für immer entzogen wird.

(prj)

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