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Stau am Gipfel

Trotz Corona: Touristen-Massen stürmen Zugspitze

Kein Abstand, keine Masken und teilweise auch keine Bergerfahrung. Absolutes Chaos auf Tiroler Zugspitze.

Der Run auf die Berge ist nicht nur in Österreich zu spüren. Auch in Südtirol strömen regelrechte Massen in die Höhe. Welches Ausmaß dieser Urlaubs-Trend in Zeiten von Corona annehmen kann, konnte man vor ein paar Tagen bereits an der Talstation der beliebten Seiser Alm mitansehen. Tausende Menschen wollten auf den Gipfel und so bildete sich eine mehr als 200 Meter lange Schlange vor der Talstation.

 

#Na bumm:
#Menschenschlange vorgestern am 19.08.2020 bei der Talstation #SeiserAlm, einfach nur warten auf die Gondel...

Gepostet von Sigi Fink am Freitag, 21. August 2020

 

Ein ähnliches Bild bot sich dieser Tage auf der Zugspitze. Dutzende Bergbegeisterte stürmten auf den Gipfel - ob erfahrene Alpinisten oder Gondel-Touristen. An dem schmalen Grat entlang bildete sich eine lange Schlange, obwohl es seitlich mehrere hundert Meter steil bergab geht. Alle wollten das begehrte Selfie am Gipfelkreuz. Dass dies nicht nur in Zeiten von Corona aufgrund des fehlenden Abstands und der nur spärlich verwendeten Masken gefährlich ist, zeigt der jüngste Fall aus der Steiermark.

© VIENNA PRESS/ANDREAS TISCHLER

 

OHNE WORTE - heute Vormittag auf der #zugspitze - #Unverantwortlich #halbschuhtouristen #MASSENTOURISMUS

Hier gibts...

Gepostet von Andreas Tischler am Donnerstag, 27. August 2020

 

23-Jährige stürzt für Instagram-Foto in den Tod

Ein 28-jähriger Tscheche war mit seiner Lebensgefährtin (23) in Sankt Nikolai im Sölktal (Bez. Liezen) wandern. Das Pärchen war mit zwei Hunden unterwegs und wollte den Gipfel des 2.433 Meter hohen Deneck besteigen. Es boten sich unterwegs zahlreiche Motive für schöne Erinnerungsbilder.

So auch auf der Strecke zwischen der Kaltenbachkehre und -seen. Für das perfekte Bild riskierte die junge Frau am Ende ihr Leben. Sie stellte sich auf einen ostseitig steil abfallenden Felsen und bat ihren Freund, sie zu fotografieren. Plötzlich rutschte sie aber aus, verlor das Gleichgewicht und stürzte 150 Meter ab. Ihr Freund alarmierte noch die Rettungskräfte.
 
Doch eine Notärztin des ÖAMTC-C14-Teams konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus, die Staatsanwaltschaft hat den Leichnam bereits zur Beerdigung freigegeben.

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