Gewalt: Angst in den Öffis

Immer mehr brutale Angriffe

Gewalt: Angst in den Öffis

Sextäter lauerte Opfern in Bahnhof auf: Er stellte sich

Der junge Armenier wurde von allen Opfern - bisher 5 Frauen  eindeutig identifiziert.

Geradezu magnetisch zieht der öffentliche Verkehr und seine Knotenpunkte Sextäter an. Kaum ist einer ausgeforscht – wie etwa jener Tscheche, der mit einem Holzpenis Frauen auf der Rolltreppe der U3 belästigte –, geht schon der nächste mit seinem finsteren Verlangen um: Wie berichtet, suchte die Polizei nach einem Verdächtigen, der im Oktober und November seinen Opfern im Bereich der Shopping Mall Wien-Mitte mit angeschlossenem S- und U-Bahnhof auflauerte, sie verfolgte und sexuell attackierte.

Alle vier Frauen (20, 24, 27, und 39) konnten das Schlimmste verhindern, indem sie sich zur Wehr setzten, dem Gesuchten Tritte verpassten oder aus Leibeskräften schrien, bis der Mann von ihnen abließ. Bei einem Versuch, einer Wienerin näher zu kommen, als ihr lieb war, wurde der Angreifer in einer Straßenbahn von einer Überwachungskamera gefilmt. Auch ÖSTERREICH veröffentlichte das Foto des mutmaßlichen Sextäters, für den die Unschuldsvermutung gilt.

"Hab die Frauen doch nur sanft am Po angefasst"

Die Folge: Noch ein Opfer meldete sich bei der Polizei, und der Gesuchte selbst stellte sich in der Polizeiinspektion Van-der-Nüll-Gasse und spielte zunächst das Unschuldslamm und Opfer einer Verwechslung. Doch bei einer Gegenüberstellung erkannten ihn alle fünf Frauen wieder. Da gab der Armenier dann zumindest zu, etwas Unerlaubtes getan zu haben, wobei er die Heftigkeit der Angriffe aber herunterzuspielen versuchte: Er habe doch alle nur sanft am Po angefasst.

Gegen den 22-Jährigen wird wegen sexueller Belästigung und versuchter Vergewaltigung ermittelt.

Messerattacken in U-Bahn gegen andere Fahrgäste

Aufblitzende Messer, Drohungen und Schläge sind in den Wiener Öffis keine Seltenheit.

Zuletzt bekam das eine 23-jährige Ägypterin zu spüren, die in der U1 in Kagran bemerkte, wie ein Mann einen anderen mit dem Messer bedrohte. Die Studentin wollte den Streit schlichten und bekam von einem Beteiligten einen Stoß, dass sie bewusstlos mitten im Waggon lag. Erst dann kamen ihr andere Fahrgäste zu Hilfe. Das war vergangene Woche. In der Nacht auf Sonntag der nächste Vorfall: Ein schwer betrunkener Einheimischer (20), der im Suff in der U4 im Bereich der Längenfeldgasse stürzte, bedrohte die anderen Fahrgäste, von denen er annahm, dass sie ihm ein Bein gestellt hätten, mit einem Klappmesser. Der Mann wurde festgenommen.

Bewaffneter Überfall auf Bus-Chauffeur in Salzburg

Der Vorfall ist nicht der erste Gewaltakt in einem Obus in der Mozartstadt.

Samstag gegen 20 Uhr war das vermummte und bewaffnete Duo bei der Endstation Salzachseen in den Obus der Linie 7 gestürmt. Unmissverständlich gab es zu verstehen, dass es sich um einen Raub handelt. Der Fahrer reagierte jedoch rasch: Er öffnete ruckartig die Plexiglastüre und drückte damit die Täter weg. Die Täter flüchteten in einen nahegelegenen Wald und entkamen. Eine Fahndung blieb ergebnislos.

Weiterer Fall. Erst kürzlich hatte ein Jugendlicher an der Alpenstraße einen Busfahrer angegriffen, weil er nicht zahlen konnte. Die Fahrgäste dachten an einen Amoklauf. Ein Mädchen (15) und eine Frau (30) schlugen in Panik mit dem Notfallhammer eine Scheibe ein, sprangen ins Freie und zogen sich dabei Verletzungen zu. Der Jugendliche flüchtete.

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