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Prozess

Falsche Installateure in Wien unterwegs - Drei Schuldsprüche

Männer, die als falsche Installateure in Wien Kunden abgezockt haben, wurden verurteilt. 

Im Prozess um falsche Installateure, die in Wien Kunden abgezockt haben, sind am Freitagnachmittag die letzten Urteile gefällt worden. Der Haupttäter erhielt wegen Betruges und Wucher 24 Monate, davon acht Monate unbedingte Haft. Seine Komplizen wurden zu neun bzw. sechs Monate bedingt verurteilt. Die Urteile sind bereits rechtskräftig.
 
Insgesamt wurde gegen sieben Angeklagte verhandelt - zum Teil setzte es Anfang Mai bereits Freisprüche. Die Staatsanwaltschaft hat den Mitarbeitern des angeblichen Notdienstes vorgeworfen, Anzahlungen für teure Ersatzteile verlangt, diese jedoch nie geliefert zu haben. Oder sie gaben sich als Profis aus, führten Alibireparaturen durch und kassierten dafür horrende Beträge.
 
Insgesamt 70 Schadensfälle wurden laut Anklage gelistet. Kein einziger der Männer besitzt eine abgeschlossene Installateurausbildung, der Hauptbeschuldigte hat im Betrieb seines mitangeklagten Vaters, der selbst Laie ist, durch einen dort beschäftigten Konzessionär zweieinhalb Jahre eine Lehre absolviert. Doch nach einem Streit mit einem Lehrer brach er diese ab.
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