Tanten sollten auf Buben aufpassen
Kleinkind (1) stürzt aus Fenster: tot
Wien. Als die Rettung am Sonntag kurz nach 21 Uhr eintrifft, war der Bub (1) noch am Leben. „Er hat schwer geatmet“, berichten Nachbarn, die mit ihren Hunden unterwegs waren und sofort Alarm schlugen. Mehrere Polizeistreifen sind in der Nähe. Als sie per Funk vom Unfall erfahren, rasen sie los, fahren quer über die Wiese des Gemeindebaukomplexes in der Prager Straße. Kurz darauf trifft die Rettung ein.
Anrainerin. „Mein Sohn war mit dem Rad unterwegs, sah das Kind am Boden und holte mich sofort. Als ich ankam, war der Bub schon im Rettungswagen. Die Sanitäter haben um ihn gekämpft, sind dann ins Spital gefahren. Eine seiner Tanten weinte und schrie. Sie brach zusammen. Ich habe die ganze Nacht gebetet, dass er überlebt. Heute in der Früh habe ich erfahren, dass er es nicht geschafft hat. Mir geht es so schlecht. Mein Beileid der Familie“, sagt Anrainerin Zlata Jovanovic zu ÖSTERREICH.
Tanten glaubten, jeweils andere würde aufpassen
Alle Reanimationsversuche und Gebete helfen nicht. Das Kind einer tschetschenischen Großfamilie erliegt im SMZ Ost seinen inneren Verletzungen. Die Polizei ermittelt nun wegen Fahrlässigkeit. Der Kleine war zu Besuch bei seinen Tanten, die auf ihn aufpassen hätten sollen. Laut ÖSTERREICH-Informationen stürzte er aus einem geöffneten Fenster im 5. Stock. Dahinter befindet sich ein Kinderschlafzimmer mit einem Stockbett.
Polizei. „Bei einer ersten polizeilichen Befragung gaben beide Tanten an, geglaubt zu haben, die jeweils andere würde auf das Kind aufpassen. Die Familie wird derzeit von einem Kriseninterventionsteam betreut“, so Polizeisprecherin Barbara Gass. Laut dem Verein „Große schützen Kleine“ ist das heuer der neunte Fenstersturz eines Kindes und der erste tödliche
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