Figlmüller Schüsse in Wien

Ein Toter, ein Schwerverletzter

Mafia-Mord in Wien: Das ist die Täterbeschreibung

Die Polizei gab gegenüber oe24 eine erste Beschreibung des mutmaßlichen Mörders ab. 

Wien. Nach der tödlichen Schießerei in der Wiener Innenstadt, hinter der mafiöse Verwicklungen vermutet werden, hat die Suche nach dem flüchtigen Schützen vorerst kein Ergebnis gebracht. Fest steht unterdessen, dass sich der Getötete - der 31-jährige Vladimir R. - erst seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß befunden hatte.

Wie am Samstag das Internetportal der Tageszeitung "Vijesti" unter Berufung auf montenegrinische Polizeiquellen berichtete, war der Mann am 7. Dezember aus einem Gefängnis entlassen worden, in dem er sich wegen eines Bombenanschlags befunden haben soll. Mitte der vergangenen Woche soll er sich dann von Montenegro auf den Weg nach Wien gemacht haben.

Das ist der Täter

Die Polizei gab gegenüber oe24 eine erste Beschreibung des mutmaßlichen Mörders ab. Der Todes-Schütze ist männlich, um die 30 Jahre alt und etwa 185 Zentimeter groß. Er hat einen Dreitagesbart und war mit einer dunklen Kapuzenjacke gekleidet. Der Täter spricht vermutlich slawisch. Ein Zeuge sagt gegenüber oe24, dass der Mann mit der Pistole Richtung U-Bahn oder den Weihnachtstrubel gelaufen sei. Die Polizei bestätigt, dass der flüchtige Mann nicht mit einem Auto davongefahren sei. Er rannte vom Tatort weg und flüchtete weiter zu Fuß die Rotenturmstraße runter.

Die Fahndungsmaßnahmen der Landespolizeidirektion Wien sind nach wie vor aufrecht. Es werden durch die Ermittler des Landeskriminalamts Wien internationale Ermittlungen geführt. Zum jetzigen Stand dürfte die Tat im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität im Bereich des Westbalkans stehen, schreibt die Polizei.

Täter und Opfer saßen vorher noch zusammen beim Essen im "Lugeck"

Die Polizei leitete eine Großfahndung nach dem Täter ein. Schwer bewaffnete Beamte der Sondereinheit WEGA postierten sich. Sie trugen schusssichere Westen und Helme. Über der Innenstadt kreiste ein Polizeihubschrauber. Doch bis zum Abend fehlte von dem Flüchtigen jede Spur. Laut Zeugen soll es sich um einen großen, dunkel gekleideten Mann mit Bart handeln. Vor der Schießerei hatten Opfer und Täter noch gemeinsam im Lugeck zu Mittag gegessen. „Sie sprachen eine slawische Sprache“, sagte Besitzer Thomas Figlmüller.


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