2-G-Kontrollen vor Wiener Clubs, nur Geimpfte und Genesene haben Zutritt.
Wien. Samstagnacht war es so weit: Mit dem Fallen der Sperrstundenregelung fiel gleichzeitig der Startschuss für das Wiederaufleben der nächtlichen Partyszene in ganz Österreich. Trotz 31.289 Corona-Neuinfektionen wurden die Clubs und Diskotheken im ganzen Land regelrecht gestürmt. In Oberndorf, Salzburg, kam es gar zu Tumulten, im Gedränge wurden Leute ohnmächtig.
Die ganze Nacht wurde ausgelassen gefeiert
Lokalaugenschein. ÖSTERREICH-Redakteurin Andrea Lautmann machte in Wien, wo im Gegensatz zu den restlichen Bundesländern die 2-G-Regel gilt, einen Lokalaugenschein und stürzte sich mit Grünem Pass ins Partygetümmel. „Ich glaube, gerade jetzt brauchen wir Ablenkung. Die ganze Nacht durchtanzen und das Chaos, das gerade herrscht, für einen kurzen Moment vergessen“, erklärt Lavania S., die in Joachim Natschlägers Bar Hannelore ihren 46. Geburtstag feierte.
Erst um Mitternacht öffneten sich die Türen der Wiener Clubs – aber schon Stunden zuvor stellten sich Hunderte Partytiger bei Minusgraden und Schneefall an. Vor der Diskothek Volksgarten am Ring bildete sich schon gegen 22 Uhr eine lange Schlange – alle dasselbe Ziel: Hinein in den Club und wieder das Tanzbein schwingen.
Ein ähnliches Bild vor dem Club Babenberger Passage – lange Schlangen vor Mitternacht, strenge Kontrollen nach Mitternacht. Denn nur wer geimpft oder genesen ist, darf hinein. Auch die Babenberger Passage ist nach Mitternacht gut gefüllt. Die ganze Nacht wurde ausgelassen gefeiert, getrunken und zu cooler Musik getanzt.
„Wir sind sehr glücklich – es war wichtig, wieder Clubs aufzusperren“, erzählte Passage-Betreiber Christoph Probst. Die 2-G-Regel in der Nachtgastro betrachtet er skeptisch: „Viele weichen in das benachbarte Niederösterreich aus, weil dort die 2-G-Regel nicht mehr gilt.“