Rapid-Fans reinigten Grab von Mordopfer

Polizei weiter auf Jagd nach Vandalen

Rapid-Fans reinigten Grab von Mordopfer

Das verwüstete Grab eines ermordeten Rapidlers wurde mithilfe von grün-weißen Fans gereinigt.

Wien. Dank zweier Firmen, Graffiti-Guard und A.R.S. Bauträger, deren Verantwortliche eingefleischte Rapid-Fans sind, konnten die Viola-Schriftzüge und die Hakenkreuze vom Grab von Rene M. entfernt werden. Und zwar kostenlos. Sylvia M., Mutter des 2010 von einem Alko-Lenker erschossenen 20-Jährigen, zu ÖSTERREICH: „Wir möchten uns für die große Anteilnahme bedanken und ein ganz großes Dankeschön sagen.“

Die Verschandelung der letzten Ruhestätte am Stammersdorfer Friedhof sorgte vor einer Woche für Schlagzeilen – im Verdacht stehen einerseits rechtsradikale Fans der Austria ebenso wie verfeindete Bekannte der Hinterbliebenen, die mit der pietätlosen Aktion größtmöglichen Schmerz verursachen wollten. Gegen Austria-Hooligans spricht die Farbe, die versprüht wurde – die nämlich eher rosa als violett ist.

Verbotsgesetz. Die Polizei ist in der Causa jedenfalls nicht inaktiv und hat ihre Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Widerbetätigung nach dem Verbotsgesetz aufgenommen. Sylvia M.: „Ich hoffe, alles wird bald aufgeklärt.“