"Schmuggler kennen keinen Lockdown"

Flughafen-Zoll: 2.156 Aufgriffe

"Schmuggler kennen keinen Lockdown"

Es gibt nichts, was nicht geschmuggelt würde: Auch während der Corona-Pandemie.

Wien. Erstaunlich: Obwohl der Flugverkehr in Wien-Schwechat während der Pandemie um nahezu 75 Prozent eingebrochen ist, sind die Aufgriffe des Zolls bei den Einreisenden nur um 43 Prozent zurückgegangen. 2.156 illegale Einfuhren verzeichneten die Fahnder der Finanzbehörden: „Schmuggler kennen keinen Lockdown“ stellte deshalb der zuständige Minister Gernot Blümel (VP) bei der Präsentation der Jahresbilanz fest.

Was die Flugpassagiere da als Reisemitbringsel in ihren Koffern dabeihatten, reicht von ekelhaft bis kurios. 300 Gramm medizinische Blutegel aus der Türkei beispielsweise oder 73 Adler-Federn.

Wichtiger: Der Zoll zog 14 Kilo Heroin und zwei Kilo Koks aus dem Verkehr, dazu etliche weitere Drogen. Beliebtestes Schmuggelgut aber blieben Zigaretten. Sie machten 27 Prozent der Aufgriffe aus, 782.490 Stück wurden konfisziert.

Blümel: „Der Zoll war auch während des Lockdowns im Dauereinsatz.“

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