Weiter Rätsel um Mord in Wiener Wohnung

39-Jährige in Wiener Wohnung getötet

Weiter Rätsel um Mord in Wiener Wohnung

Der 31-jährige mutmaßliche Killer lebte zwei Wochen neben der Leiche. 

Wien. Am 3. Februar wurde ein Mord in Wien bekannt, der sich schon zwei Wochen zuvor abgespielt haben soll. Der geständige 31-jährige Robert M. gab an, zwei Wochen neben der Leiche gelebt zu haben. Der mutmaßliche Killer sagt, seine Lebensgefährtin im Zuge eines Streites am 16. Jänner umgebracht zu haben. Außer seinem Geständnis gibt es aber keine äußeren Anzeichen einer Gewalttat, sagt jetzt sein Anwalt Andreas Strobl.

"Es gibt keine objektivierbaren Beweise, keine äußeren Anzeichen einer Gewalttat trotz gerichtsmedizinischer Untersuchung", so Strobl gegenüber oe24/ÖSTERREICH. Robert M. hat die Bluttat zuerst geleugnet. Erst nach einiger Zeit kam das Geständnis.
 
Anwalt Strobl weiter: "Das einzige, das ihn massiv belastet ist sein Geständnis."
Anwalt Andreas Strobl

Verweste Leiche gefunden

Die 39-Jährige war am 3. Februar in verwestem Zustand in ihrer Wohnung in einem Gemeindebau in der Veitingergasse gefunden worden. Die Tür war versperrt, das Fenster offen. Äußerliche Verletzungen waren nicht erkennbar. Aufgrund dieser Umstände stuften die Ermittler den Todesfall als bedenklich ein und ordneten eine gerichtsmedizinische Obduktion an.
 
Doch auch der Gutachter konnte, wohl wegen des Zustandes der Leiche, keine äußeren Verletzungen feststellen und ging von einem natürlichen Tod aus, was am Vormittag zunächst auch so kommuniziert wurde. Etwa eine Stunde später stellte die Polizei aber klar, dass der Todesfall doch als bedenklich einzustufen sei. Parallel zur gerichtsmedizinischen Untersuchung hatten die Ermittler nämlich nach dem Lebensgefährten gesucht. Als sie ihn gefunden hatten, ordneten sie an, dass er zu einer sofortigen Einvernahme mitkommen soll.

Robert M. gestand Tat

Bei der Befragung gestand er. Demnach habe das Paar am 16. Jänner - einem Mittwoch - reichlich dem Alkohol zugesprochen und sei in Streit geraten. Im Zuge dessen habe er seine Lebensgefährtin getötet. Eidenberger gab die Todesursache nicht bekannt. Da der Gerichtsmediziner keine äußeren Verletzungen an der verwesten Leiche fand, ist wohl von einem Tod durch Erdrosseln oder Erwürgen auszugehen.
 
Der 31-Jährige wurde nach der Einvernahme festgenommen. Er lebte rund zweieinhalb Wochen neben der Leiche. Der Verwesungsgeruch würde auch das geöffnete Fenster beim Auffinden der Leiche erklären. Die Tat dürfte in einem eher schwierigen sozialen Milieu verübt worden sein.