"Wien Kliniken": Namensfindung kostete 15.000 Euro

Neuer Skandal

"Wien Kliniken": Namensfindung kostete 15.000 Euro

Neuer Skandal um gescheiterte Spitälerreform von Ex-Stadträtin Frauenberger.

Wien. Voller Stolz verkündete die damalige Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger am 19. März 2018, dass es eine groß angelegte Reform des Wiener Spitalswesens geben werde – und einen neuen Namen für den bisherigen Krankenanstaltenverbund (KAV): „Wien Kliniken“ sollte der ab 2019 total reformierte Spitalsträger nun heißen.

Von der Reform blieb nichts als der neue Name, da die Ideen Frauenbergers letztlich von der eigenen Partei nicht einmal mehr ignoriert wurden.

Und selbst dieser Name sorgt jetzt für einen Skandal: Frauenbergers Nachfolger Peter Hacker beantwortete eine Anfrage der FPÖ zu den Kosten der ­Namensänderung in entwaffnender Ehrlichkeit. Zum schrägen Findungsvorgang sagt er: 8.200 KAV-Mitarbeiter stimmten über 1.200 Vorschläge ab. Danach fand eine Jury-Sitzung eines achtköpfigen Gremiums statt.

Irre Kosten für Kampagne. Und dann wurde es richtig teuer: „Für die Bewerbung der Namensfindung, eine Befragung der Wiener zu Namensvorschlägen und weitere Maßnahmen wurden bislang rund 15.000 Eu­ro ausgegeben“, so Hacker wörtlich. Da ist noch kein einziger Bogen Briefpapier mit dem neuen Namen und kein einziges Türschild für die neuen „Wien Kliniken“ dabei – was wohl siebenstellige Kosten verursachen wird.

FP-Vizebürgermeister Dominik Nepp ist empört: „Rot-Grün vernichtet da locker unser Steuergeld. Und Hacker verschwand im Sommerloch.“

Josef Galley
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