Die Grünen, die fünf Jahre mit Leonore Gewessler die Verkehrsministerin stellten, nehmen jetzt ihren Nachfolger Peter Hanke ins Visier.
Und es ist nicht die erste Attacke auf den Wiener SPÖ-Politiker. Wie oe24 aufgedeckt hatte, ließ Hanke das ministeriumsinterne Buchungsverbot für Inlandsflüge aufweichen. Kabinettsmitglieder dürfen auch mal nach Klagenfurt oder Innsbruck jetten, wenn sie den Minister begleiten, anstatt die Bahn zu nehmen. Gewessler hatte im Ministerium Bahnfahren im Inland quasi zur Pflicht gemacht, sie hatte auch keinen Dienstwagen.
Mit dem Auto zur Bahn unterwegs
Womit wir beim Stichwort wären: Die Grünen werfen in einer brandaktuellen Anfrage Hanke vor, ausgerechnet zur Eröffnung der Koralmbahn, die die Fahrt von Graz-Klagenfurt massiv verkürzt, mit dem Auto gekommen zu sein. Verkehrssprecherin Elisabeth Götze schreibt in dem Papier, das oe24 vorliegt: "Überdies soll der Bundesminister der Bahn ausgerechnet auch für den Weg zur Eröffnung des Koralmtunnels den Rücken zugekehrt haben, hier zugunsten von hunderten Kilometern Anfahrt mit dem Dienstwagen."
Es waren Termingründe
Hanke lässt die Kritik zurückweisen: Der Minister sei "in diesem konkreten Fall mit dem Dienstauto angereist, da er im Anschluss an den Festakt in Graz einen zeitkritischen Termin in Wien wahrnehmen musste, der mit der Bahn zeitlich nicht vereinbar gewesen wäre". Und weiter: "Hanke ist in diesem konkreten Fall mit dem Dienstauto angereist, da er im Anschluss an den Festakt in Graz einen zeitkritischen Termin in Wien wahrnehmen musste, der mit der Bahn zeitlich nicht vereinbar gewesen wäre."
Die Grünen wollen von Hanke jetzt wissen, warum er generell wieder Inlandsflüge erlaubt. Und wie viel inzwischen in Österreich herumgejettet wurde. Hanke hat jetzt zwei Monate Zeit zu antworten.