Corona-Lockdown | Wiener Prater ab sofort geschlossen

Geisterbahn, Tagata & Co. geschlossen

Corona-Lockdown: Wiener Prater ab sofort geschlossen

Auch der Wintermarkt am Riesenradplatz verschiebe seinen Start von 21. November daher vorerst auf 1. Dezember, teilte man mit.

Wien-Leopoldstadt. Auch der Wiener Prater ist während dem Corona-Lockdown zur Eindämmung der Infektionen ab sofort geschlossen. Man könne und wolle dem Motto "Im Prater ist immer was los" derzeit nicht gerecht werden, hieß es in einer Aussendung.

Auch der Wintermarkt am Riesenradplatz verschiebe seinen Start von 21. November daher vorerst auf 1. Dezember, teilte man mit.

Betroffene Stille im ersten Bezirk

Innere Stadt. Im Herzen von Wien hat am Dienstagvormittag betroffene Stille geherrscht. Auf den ersten Blick erinnerte die gespenstische Kulisse an den ersten Corona-Lockdown, wären da nicht unzählige schwer bewaffnete Polizisten gewesen, die martialisch unterstrichen, in welchem Ausnahmezustand sich die Innenstadt befand.
 
Obwohl der Handel von dem seit Dienstag geltenden zweiten Lockdown ausgenommen ist, waren nur vereinzelt Geschäfte geöffnet. Es gab aber auch keinen Grund, offen zu halten, wer nicht unbedingt musste, blieb der Innenstadt fern.
 
Am Vormittag hatte sich noch kein Punkt herauskristallisiert, an dem Menschen mit Kerzen und Blumen ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen konnten. Zu tief war zunächst die Verunsicherung der Bevölkerung, um sich dem Tatort auch nur zu nähern. Im Wiener Stephansdom betete eine Handvoll Gläubige - bewacht von Polizisten mit Maschinenpistolen vor dem Dom.
 
Der Tatort war von der Polizei weiterhin weiträumig abgesperrt. Die Stimmung blieb nervös: Schon ein verdächtiger Gegenstand reichte aus, um wieder in den Alarmmodus überzugehen. Schaulustige gab es am Vormittag keine, lediglich Berichterstatter hielten sich in der Nähe der Ruprechtskirche auf. Die Partyzone, in der die Feiern und das Ausgehen kurz vor dem zweiten Lockdown mit dem schlimmsten Terroranschlag der jüngeren Geschichte Österreichs ein blutiges Ende fanden, war zur offenen Wunde der Stadt geworden.


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