Gefahr auf U2 und U3

X-Wagen mit "Mind the Gap"-Problem

Bei der neuesten Generation der U-Bahnen, dem X-Wagen, gibt es Nachrüstungsbedarf. Die ausfahrbaren Rampen zwischen Tür und Bahnsteig, die den Spalt überbrücken, sind teilweise defekt. Sie müssen jetzt allesamt ausgetauscht werden.

"Mind the gap“ – wie in der Londoner U-Bahn – hört man jetzt auch in Wien. Gewarnt wird vor dem Spalt, der sich zwischen der U-Bahn-Tür und dem Bahnsteig auf den Linien U2 und U3 auftut, wo der X-Wagen unterwegs ist. Sogenannte Schiebetritte, die in der Station bei den Türen automatisch ausfahren und den Spalt abdecken, sind defekt und müssen getauscht werden, wie die Tageszeitung "Presse“ am Wochenende berichtet. 

Störungsmeldungen gehäuft

Es sei seit "einigen Wochen" vermehrt zu Störungsmeldungen gekommen, weil sich der Klapprahmen nicht mehr einfahren ließ, heißt es bei den Wiener Linien gegenüber ORF Wien. Gemeinsam mit dem Hersteller Siemens habe man sich daher darauf geeinigt, diese Teile auszutauschen. „Die bisherigen grauen Abdeckungen oberhalb der Klapprampe im Fahrgast-Innenraum werden durch stabilere Alubleche ersetzt“, so die Wiener Linien.

"Auch derzeit behindertengerecht“

Es sei aber sichergestellt, dass jeder Zug auch derzeit behindertengerecht ist, wird betont. Bei allen betroffenen X-Wägen seien mittlerweile jeweils jene Türen nachgerüstet und in Ordnung, wo Behindertenplätze im Zug sind – also „vorne, hinten und in der Mitte bei den Rollstuhlplätzen“. Bei den anderen klaffe eben ein Spalt.

Siemens trägt Kosten

"Die Behindertenverbände wurden von uns informiert und wir machen auch mit Durchsagen bei den jeweiligen Türen ohne Klapprampe darauf aufmerksam.“ Die Nachrüstungsarbeiten dauern bis September, so die Wiener Linien. Die Kosten trage die Herstellerfirma Siemens zu 100 Prozent.

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