Wilde Verfolgungsjagd durch Wien

Durch drei Bezirke

Wilde Verfolgungsjagd durch Wien

Der Arbeitslose hatte keinen Führerschein und war zudem eingeraucht.

Durch nicht weniger als drei Wiener Bezirke hat die Polizei am Samstagnachmittag einen Autofahrer verfolgt, der dabei auf bis zu 120 km/h beschleunigte. Nach einem Unfall und einer kurzen Flucht zu Fuß, schnappten die Beamten den 21-Jährigen. Dieser hatte gestohlene Kennzeichen an seinem Ford angebracht, um sich Versicherung und Zulassung zu sparen, zudem besaß der junge Mann noch nie einen Führerschein, hatte dafür aber Cannabis konsumiert.

Kurz nach 14.00 Uhr hatten zivile Polizisten in der Leopoldstadt einen Mondeo bemerkt, der an der Kreuzung Vorgartenstraße/Lasallestraße ein Rotlicht ignorierte. Danach fuhr er im Höllentempo Richtung Reichsbrücke und später auf der Wagramer Straße. Zunächst tat der 21-Jährige so, als würde er stehen bleiben, versuchte aber, das Polizeiauto abzudrängen.

Endstation in Floridsdorf
In Floridsdorf war schließlich Endstation, als der junge Mann auf der Siemensstraße einen Lichtmast rammte. Zu Fuß war der Verdächtige längst nicht so schnell, er wurde rasch festgenommen.

 Mehr Kopfzerbrechen als die beim Unfall erlittene Platzwunde dürften dem Mann die nun erfolgten Anzeigen bereiten: Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Nötigung, Diebstahl, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Besitz von Suchtmitteln (drei Gramm Cannabiskraut). Überdies darf sich der Arbeitslose auf empfindliche Verwaltungsstrafen wegen insgesamt 23 Verwaltungsübertretungen "freuen". Er wurde in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.

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