Wirbel um abgemagerte Zirkus-Pferde

Unterernährte Tiere

Wirbel um abgemagerte Zirkus-Pferde

Bezirkschefin verhängte Auftrittsverbot.

Die in der Manege gezeigten Pferde eines Wanderzirkusses, der erst kürzlich in Korneuburg Station machte, waren besorgniserregend mager. Eine schockierte Besucherin schlug daher bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Alarm.

Tierarzt. Eine Amtstierärztin wurde hinzugezogen, die die miserable Situation der Tiere bestätigen sollte. „Die Tiere hatten kein sau­beres Wasser und nur Nahrung, die die Besucher zukaufen konnten“, so Bezirkshauptfrau Waltraud Müllner-Toifl gegenüber der NÖN. Die Politikerin verhängte für die Tiere in kritischem Zustand sofort ein Auftrittsverbot.

Zirkusdirektor. Der Direktor des Wanderzirkusses gab zu, dass einige der Pferde „etwas dünner“ seien, verweist aber auf die Rasse: „Es handelt sich um Vollblutaraber, das sind Hochleistungsmaschinen. So ein Wildpferd ist einfach dünner“, lautet die Erklärung. Derzeit stehen die Vierbeiner in tierärztlicher Behandlung.

Welpenverkauf. Kritisiert wurde von den Zirkusbesuchern auch der Verkauf von Hundewelpen während der Vorstellung, was der Zirkusdirektor ebenfalls zurückwies. Er habe lediglich versucht, die acht Hundebabys seiner Berner-Sennenhündin zu vermitteln.

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