Krimmler Wasserfälle

Todeskampf im Wasserfall

Deutschem Urlauber drohte 100-Meter-Sturz: Felsblock rettet ihm das Leben.

Gegen 14 Uhr hatte das Schicksal bei den Krimmler Wasserfällen, den größten Wasserfällen Österreichs, im Pinzgau seinen Lauf genommen. Björn S. war mit einer Gruppe per Bus zu dem gewaltigen Naturschauspiel gereist. Im Bereich der Aussichtsplattform "Schettbrücke" an der obersten von drei Stufen der Fälle packte ihn dann der Übermut.

Hitze
Josef Mair vom Österreichischen Alpenverein: "Dem Buam war heiß. Er hat sich ausgezogen und ist in den Bach reingehüpft. Dabei muss er ausgerutscht sein." Beinahe mit fatalen Folgen. Denn in Sekundenbruchteilen wurde der Deutsche von der starken Strömung 100 Meter weit mitgerissen – bis er sich nur eine Haaresbreite vor dem Absturz des Wasserfalls an einen Felsbrocken klammern konnte.

Keine Chance
"Da geht’s dann 100 Meter in die Tiefe. Er hätte nicht die geringste Überlebenschance gehabt", so Bergfex Mair. Vor den Augen seiner entsetzten Freunde kämpfte Björn S. ums Überleben. Björns Freundin Heike (19): "Ihm drohte der Sturz ins nasse Grab und wir konnten nur dastehen und schreien."

Rettung
Hilfe schwebte schließlich vom Himmel ein: Pilot Georg Kröll steuerte den Rettungshubschrauber "Heli 4" mit Fingerspitzengefühl direkt über den Münchner in der misslichen Lage. Ein Retter seilte sich ab und zerrte den unterkühlten 20-Jährigen in Sicherheit.

Nach einem ersten medizinischen Check wurde der Urlauber ins Krankenhaus Schwaz geflogen. Bald gab es von dort Entwarnung: Björn S. ist dem Tod nahezu unverletzt von der Schippe gesprungen.

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