Strenge Maßnahmen
2G: Was Kickl alles nicht mehr darf
Wien. Die Reaktionen rund um Herbert Kickls Outing reichen von „verrückt“ bis zu „er ist nicht ernst zu nehmen“ – denn Kickl zeigte am Freitag einen Antikörpernachweis, laut dem er weder gegen Corona geimpft, noch genesen ist. Damit fehlen ihm die 2 G, sein Leben wird in Wien ab 1. Oktober richtig hart werden, bundesweit könnten den Parteiobmann auch bald Verschärfungen treffen.
Kickl von großen Parteitreffen ausgeschlossen
Strenge Regeln. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat beschlossen, dass ab Oktober strengere Regeln in Wien gelten. Für Herbert Kickl bedeutet das:
In die Nachtgastro darf er nicht mehr – hier haben nur geimpfte oder genesene Menschen Zutritt.
Von großen Events ist Kickl ebenso ausgeschlossen, er darf weder ins Theater noch in die Oper noch ins Fußballstadion. Pikant: Sollte seine eigene Partei ein größeres Treffen in Wien abhalten, dürfte er daran ebenfalls nicht teilnehmen. Denn ab 500 Besuchern gilt 2 G. Diese Regel gilt unabhängig von der Art der Veranstaltung oder der Infektionslage.
Kickl darf zwar noch zum Friseur – muss allerdings jedesmal einen PCR-Test davor machen. Das Gleiche gilt für seine Restaurant-Besuche.
Österreichweit ab 300 Betten Intensivbelegung
Flucht aus Wien. Falls Kickl außerhalb Wiens mehr Freiheiten suchen möchte, könnte ihm dort bald der Stufenplan der Regierung für den Herbst aussperren. Ab 300 belegten Intensivbetten (derzeit 226) wird Kickl auch österreichweit ausgesperrt, was die Nachtgastro oder Großveranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze betrifft.
Reaktionen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) ließ jedenfalls nicht lange mit einer Reaktion auf sich warten, als er erfuhr, wie der freiheitliche Parteichef seinen Status „ungeimpft“ verkündete.
„Ich finde es völlig jenseitig, wenn jemand extra stolz darauf ist, ungeimpft zu sein – und es umgekehrt als kreditschädigend darstellt, geimpft zu sein. Das ist ein krankes Prinzip“, schrieb Kogler auf Facebook. Wer so verantwortungslos agiert, könne auch politisch keine Verantwortung übernehmen. PR-Unternehmer Wolfgang Rosam, der die Diskussion auf oe24.TV ins Rollen brachte: „Für mich ist die Sache jetzt erledigt.“
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden