34 % mehr Sperren bei Arbeitslosengeld

2019 122 Sperren pro Tag

34 % mehr Sperren bei Arbeitslosengeld

Arbeitsministerin Aschbacher ortet ob des rasanten Anstiegs Handlungsbedarf.

 Bei Job- oder Schulungsverweigerung kann das Arbeitsmarktservice (AMS) das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe für sechs Wochen sperren, im Wiederholungsfall für acht Wochen. 2019 ist dies rund 60.000 Mal der Fall gewesen – macht 164 Sperren pro Tag. Das ist, wie ÖSTERREICH erfuhr, ein enormer Anstieg gegenüber 2018, konkret um 34,14 Prozent.

Noch rasanter angestiegen im Vergleich zu 2018 sind im Vorjahr die kompletten Streichungen des Arbeitslosengeldes. Dies war 2019 rund 800 Mal – und damit um 53 % öfter – der Fall. Gänzlich gestrichen werden kann das Arbeitsgeld bei kompletter Arbeitsunwilligkeit. Die neue Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) sieht ob des massiven Anstiegs der ­Arbeitsunwilligkeit Handlungsbedarf: „Die Zahlen zeigen ganz klar, wie wichtig es ist, das Arbeitslosengeld weiterzuentwickeln und mehr Anreize für Arbeitssuchende zu schaffen“, so Aschbacher zu ÖSTERREICH.

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