FPÖ attackiert Wiener Stadtregierung

"Blockadepolitik"

FPÖ attackiert Wiener Stadtregierung

Der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp kritisiert die "Blockadepolitik" Wiens in Sachen Deutschklassen. Die Warnungen des Rathauses, wonach die Regelung nicht umzusetzen sei, zeuge von "Sturheit", befand er im Gespräch mit der APA. Nepp zeigte sich zudem überzeugt, dass die "sinnvolle Integrationsmaßnahme" auch finanzierbar sei.
 

"Rot-grüne Willkommenskultur"

"Anstatt Kleinvereine zu fördern, die sich mit Integration beschäftigen, könnte man die Mittel heranziehen, um das Personal für die Deutschklassen zu finanzieren", betonte Nepp. Auch dass es organisatorisch und baulich nicht möglich sei, Klassenräume zu finden, sei unwahrscheinlich. Denn die Zahl der Schüler würde sich nicht ändern - nur die Aufteilung. Die Tatsache, dass rund ein Drittel der Schüler betroffen sei, ist laut Nepp jedenfalls eine Folge der "rot-grünen Willkommenskultur".
 
Auch das Argument, dass Klassengemeinschaften zerrissen werden, ließ Nepp nicht gelten. Es handle sich um keine permanente Aufteilung, sie würde also sogar den Forderungen der SPÖ nach einem modularen System entsprechen. Den Vorschlag, dass die separaten Sprachklassen nur für einige Standorte gelten sollen, lehnte der Freiheitliche ab. Man solle nicht wieder Ausnahmen schaffen, befand er.
 

Auch ÖVP kritisiert Stadtregierung

"Verleugnen, verzögern, verhindern - so geht die Stadt Wien mit Problemen und konstruktiven Lösungsvorschlägen um", kritisierten auch der nicht amtsführende ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch und ÖVP-Bildungssprecherin Sabine Schwarz in einer Aussendung. Deutschförderklassen seien gerade für Wien mit rund 16.000 außerordentlichen Schülern, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, das "Gebot der Stunde".
 
"Seit Jahren zeigen wir die Problemfelder im Bildungsbereich auf und legen Lösungsvorschläge vor. Doch die ideologischen Scheuklappen der Stadtregierung schränken das rot-grüne Sichtfeld nach wie vor ein", kritisierte Schwarz. Auch VP-Generalsekretär Karl Nehammer nahm die Stadt Wien in die Pflicht. "Gerade Wien mit dem hohen Anteil an Brennpunktschulen muss die Deutschklassen als Chance sehen, langfristig gut integrierte und gut gebildete Menschen zu haben. Wien darf nicht auf der Integrationsbremse stehen und mutwillig sinnvolle Maßnahmen blockieren."
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