FPÖ und Polizei schimpfen Fekter

Retourkutsche

FPÖ und Polizei schimpfen Fekter

Die FPÖ lässt die Kritik von ÖVP-Innenministerin Maria Fekter nicht auf der Polizei sitzen. Fekter hatte am Samstag ein Maßnahmenpaket gegen Kriminalität angekündigt und im gleichen Atemzug gemeint, vor allem die Wiener Exekutive habe noch nicht die Effizienz, "die möglich und nötig" sei. Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will sie damit nur "von ihrem eigenem Versagen ablenken".

Strache fordert mehr Personal
"Statt beleidigender Sprüche und Sparprogrammen soll Fekter endlich für ausreichend Exekutivpersonal und entsprechende Ausrüstung sorgen und keine Wachzimmer schließen", findet Strache. Die Innenministerin solle zur Kenntnis nehmen, dass die Team-04-Reform von ÖVP-Innenminister Ernst Strasser kläglich gescheitert sei. Die Wiener Polizeireform hatte den Apparat monatelang gehörig durcheinander gewirbelt.

"Fekter hat versagt"
Sich jetzt an den Beamten abputzen zu wollen, sei nur mehr schäbig, sagt Strache. Die geringe Effizient in Wien liege rein im Versagen der Innenministerin begründet. Sie lasse die Exekutive im Stich und beschimpfe sie gleichzeitig noch. Es sei grotesk, dass sie über die Exekutivbeamten herfalle, um von ihrem eigenen Versagen und dem ihrer Vorgänger abzulenken.

"Fekters Unkenntnis gefährlich"
Die Polizeigewerkschaft ist ebenfalls entsprechend erbost: "Die Unkenntnis von Fekter wird schön langsam gefährlich", so der Vorsitzende der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall. Sein Vorwurf: Fekter führe die völlig verfehlte Politik ihrer Vorgänger weiter: "Eine verfehlte Reform, Tausende Stellen weniger, ein völlig irrsinniges Computersystem, eine manipulierte Kriminalstatistik und eine Ministerin, die die BeamtInnen via Medien beschimpft. Was sollen die Wiener PolizistInnen sowie die Bevölkerung noch alles aushalten", fragt sich Segall.

Tatsache sei, dass seit Strasser die Wiener Polizei zum Exerzierfeld von politisch motivierten Experimenten, verfehlten Postenbesetzungen, Personalabbau sowie Führungsstreitigkeiten wurde, ärgert sich Segall.

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