Herzinfarkt bei Raucher-Demo

Wien

Herzinfarkt bei Raucher-Demo

73-Jähriger ins Spital: Strache musste Rede unterbrechen.

Es tritt erst im Mai 2018 in Kraft -doch die Wirte warfen auch am Dienstag alles gegen das Rauchverbot in die Schlacht. An die 500 erboste Gastronomen waren laut Polizei bei Regen und Sturm zum Parlament gekommen. Mit 300.000 Unterschriften im Rücken forderten sie eine Volksbefragung zum geplanten Gesetz.

Mit dabei: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der die Demo für einen Wahlkampfauftritt nutzte: "Wenn ich Kanzler werde, dann bringe ich dieses Gesetz zu Fall." Er sei selbst Raucher -das Verbot in der Gastronomie gehe zu weit: "Als Nächstes wird Schokolade verboten und wir zahlen Pönale, weil wir uns nicht vegan ernähren."

Herzinfarkt
Strache musste seine Rede unterbrechen und nach einem Arzt rufen: "Hier hat jemand Herzprobleme." Ein 73-Jähriger war zusammengebrochen, lag bewusstlos in der Menge. Zwei Polizisten begannen mit der Wiederbelebung, die Rettung musste einen 73-Jährigen dann mit akutem Herzinfarkt ins Spital bringen. Der Zustand des Mannes sei ernst, hieß es.

Mat Schuh gegen die "schmähstaden Einzeller"
Neben dem Kette rauchenden Entertainer Mat Schuh ("Lasse mir von schmähstaden Einzellern nichts verbieten") waren auch die Anwälte Manfred Ainedter und Werner Tomanek gekommen: "Nicht alles, was im Parlament beschlossen wird, ist gescheit -schon gar nicht, wenn es in Brüssel abgesegnet ist."

Kuhglocken. Die Wirte machten mit Kuhglocken und Pfeifen ordentlich Lärm, einige Gastronomen hatten sogar Kinder zur Raucherdemo mitgenommen. (fis, gü)

VIDEO: Hier präsentiert die Regierung das neue Raucher-Gesetz

 

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