Steuer-Paket: Die Verlierer

Insgesamt 1,3 Mrd. Euro

Steuer-Paket: Die Verlierer

Steuerpaket steht fest, ÖSTERREICH zeigt, wer die 1,27 Mrd. zahlen muss.

Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl ist sauer wegen des Steuerpakets, das sein Parteifreund Michael Spindelegger geschnürt hat (siehe Kasten): Die Unternehmen müssen das (im Endausbau) 1,27 Milliarden schwere Paket zur Hälfte schultern. Am Mittwoch passierte das Gesetz den Ministerrat – Spindelegger will bis zum Parlaments-Beschluss Ende Februar nur Mini-Änderungen zulassen.

  • Wirtschaft: 630 Millionen. 530 Millionen kommen direkt von den Unternehmen, weitere 100 aus der Bekämpfung des Steuerbetrugs. Die größten Brocken: Konzerne sollen Gewinne kaum noch in Steueroasen verschieben (100 Millionen), Auslandsverluste werden schwerer absetzbar (50 Mio.). Managergehälter über 500.000 € sind nicht mehr absetzbar (60 Mio. €). Keine Gnade beim Gewinnfreibetrag über 30.000 € (50 Millionen), kaum entgegen kam Spindi der Wirtschaft auch bei der „GmbH light“: Man kann weiter mit 5.000 € (in bar) ein Unternehmen gründen. Innerhalb von zehn Jahren muss das Grundkapital aber auf 35.000 € steigen. Die Bankenabgabe neu bringt 90 Mio. € mehr.
  • Autofahrer: 280 Millionen aus der „Ökologisierung“ der NoVA und Anhebung der Versicherungssteuer.

Prominente sind gegen 
die neue Sektsteuer

  • Raucher: Bis 300 Millionen. Ab 1. März steigen die Zigarettenpreise um 15 Cent – vier Mal bis 2017.
  • Alkohol: 60 Millionen. Die Alkoholsteuer wird um 20 % angehoben – pro Flasche Sekt werden 0,75 Cent fällig. Aus Protest dagegen hat sich schon ein Prominentenkomitee gebildet. Mit dabei: Opernball-Lady Desirée Treichl-Stürgkh und Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler.

(gü)

Wirtschaft will noch Änderungen

„Die Reformversprechen werden nie eingelöst“, so der Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, dessen Ärger über die Steuerpläne der Regierung trotz Entschärfungen groß ist.

ÖVP-Wirtschaftsbund-Generalsekretär und Nationalrat Peter Haubner will deshalb noch „Nachbesserungen“ erreichen:

Das angekündigte „Offensivpaket“ für die Konjunktur müsse ebenfalls möglichst rasch kommen. Sonst will er nicht garantieren, dass die Wirtschaftsbund-Abgeordneten im ÖVP-Klub für die Steuerpläne stimmen werden.

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten