Macron erobert Österreich

Polit-Star in Salzburg

Macron erobert Österreich

Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm: Auf Einladung von Bundeskanzler Christian Kern besuchte Frankreichs Staatschef Emmauel ­Macron (39) am Mittwoch erstmals offiziell Österreich. Mit Ehefrau Brigitte (64) jettete er nach Salzburg. Auf der Programm standen politische Gespräche, Festspiele – und ­Mozartkugeln.

Kern holte Macron ab: »Habe großen Respekt«

Kanzlertreff. Um 14.08 Uhr landeten die Macrons in Österreich. Kern und seine Frau Eveline Steinberger-Kern sowie Landeshauptmann Wilfried Haslauer nahmen den international gefeierten Polit-Superstar in Empfang. „Ich habe großen Respekt vor ihm“, hatte Kern ihm schon vorab ­Rosen gestreut (s. rechts). ­Macron nannte den Kanzler „meinen Freund Christian“.

Mit der gepanzerten Limousine samt Polizeieskorte ging es für das französische Glamourpaar in die Innenstadt. Die First Lady ließ sich ins Hotel Sheraton kutschieren, erkundete dann mit der Kanzler-Gattin die Stadt. Auch Mozart­kugeln-Verkosten war geplant.

Für Emmanuel Macron stand derweilen ein politisches Acht-Augen-Gespräch an.

Macron kündigt EU-Initiative an & outet sich als Musik-Fan

Viererrunde. Im Salzburg Congress beriet er ab 16 Uhr mit Kern sowie den Staatschefs von Tschechien und der Slowakei, Bohuslav ­Sobotka und Robert Fico, zur Zukunft der EU. Er wolle eine Initiative starten, um „Europa neu zu gründen“, kündigte Macron an. Im Fokus stand die Sozial- und Arbeitsmarkt­politik, besonders eine Reform der Entsenderichtlinie, die es Firmen erlaubt, Arbeitnehmer ins EU-Ausland zu schicken. Kern und Macron waren sich einig, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt werden muss, unabhängig, von wem sie verrichtet wird.

Anschließend ging es auf Wunsch von Macron – er liebt Klassik und spielt selbst Klavier – ins Mozarteum. Am Abend folgte der Besuch eines Barenboim-Konzerts. Heute fliegt das Paar weiter nach Rumänien. A. Hofer

Kanzler Kern über Macron: ›Er ist ein Schnelldenker‹

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie Präsident Macron?

Christian Kern: Er hat einen kühnen Schritt gesetzt, als er alle Stricke durchtrennt und mit seiner Bewegung ein neues Projekt begonnen hat. Er hat damit gewonnen, ich habe großen Respekt vor ihm. Er ist ein Schnelldenker, mit enormem Auffassungsvermögen. Jetzt muss er aber seine Bewegung weiterentwickeln. Wenn Du keine Wertefundamente hast in der Politik, so geht das daneben.

ÖSTERREICH: Welche Themen dominieren beim Sozialgipfel in Salzburg?

Kern: Debatten über Lohn- und Sozialdumping, gerechte Steuern, Stärkung Europas als wirtschaftliche Kraft. In diesen Punkten hat Macron einen Zugang, der meinem sehr ähnlich ist. Insofern verstehen wir uns sehr gut. (wek)

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