So dreist spottet FPÖ-Krauss über VdB

Streit geht weiter

So dreist spottet FPÖ-Krauss über VdB

Der Streit zwischen der FPÖ und Bundespräsident Alexander Van der Bellen geht in die nächste Runde. Jetzt geht der nicht amtsführende Stadtrat Maximilian Krauss aus Wien auf Twitter auf VdB los. Er schimpft: "Ich konnte ihn noch nie leiden und bin froh kaum von ihm zu hören. Aber wenn doch, dann ist es meist Unsinn." 

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Zuvor hatte FPÖ-Generalsekretär die Jagd auf Van der Bellen eröffnet. Im ÖSTERREICH-Interview nannte er ihn einen "frustrierten Grünen". Hinter den Kulissen unterstützen ihn die Blauen in seinen Angriffen auf Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und nun auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen freilich klar. Vilimsky hatte nach einem wankenden Auftritt des EU-Mannes von „torkelndem Juncker“ geschrieben und dessen Rücktritt gefordert. Sätze, die auf Facebook zwar applaudiert wurden, aber international für Ärger sorgten. Am Donnerstag kritisierte schließlich Van der Bellen diese „unflätigen Angriffe“, die dem „Ansehen Österreichs schaden“ würden.

ÖVP-Spitze schweigt zum Infight mit Hofburg

Das hat nun die FPÖ animiert nachzulegen: Van der Bellen „möchte offensichtlich parteipolitisch seinen im Parlament gescheiterten Freunden helfen“, ätzte Vilimsky gestern. Juncker hingegen forderte „Respekt“ ein und mokierte sich über die „vielen Ischias-Experten in Österreich“.

Die ÖVP-Spitze wiederum – derzeit hat Österreich den EU-Ratsvorsitz inne – schweigt hingegen zu den Angriffen der Blauen auf Juncker und Bundespräsidenten.

Angriffe, die freilich kein Zufall sind. 2019 finden schließlich EU-Wahlen statt. Vilimsky dürfte blauer Spitzenkandidat werden und erhofft sich durch den alten blauen Angriffsstil Wählerstimmen.

In der ÖVP ist die Stimmung gespalten: Während ein Teil der Partei „entsetzt über die Angriffe auf Juncker“ ist, ärgert sich ein anderer Teil der VP, dass Van der Bellen auch das „Schweigen“ des Kanzleramtes kritisiert hatte. Kanzler Kurz selbst hofft wohl auf Beruhigung des Streits.

EU-Chef Juncker wird kein "Fitness-Bulletin" vorlegen

An die Veröffentlichung eines „Fitness-Bulletins“ denke man aber nicht, so ein Juncker-Sprecher zu ÖSTERREICH. Er verweist auf das immense Arbeitsprogramm des Kommissions-Präsidenten. Dieses beweise hinlänglich, wie ausdauernd Juncker sei und wie intensiv sein Arbeitsprogramm: Montag EU-China-Gipfel in Peking. Dienstag EU-Japan-Gipfel in Tokio. Dann Rückflug nach Brüssel. Donnerstag Gipfel in Madrid. Am 25. Juli soll Juncker schließlich nach Washington reisen, um US-Präsident Trump zu treffen.

Entzündete Nerven als Spätfolge eines Unfalls

Abermals wurde betont, dass die Ursache für Junckers Schwächeanfall während des NATO-Gipfels nichts mit Alkohol zu tun hatte. Es war eine schmerzhafte Ischias-Attacke.

Juncker leidet seit einem Verkehrsunfall 1990, nach dem er zwei Wochen im Koma lag, an einer Entzündung des Ischia-Nervs. Der dabei auftretende heftige Schmerz kann sich über den gesamten Bewegungsapparat ausbreiten und die Beine lähmen.

Dennoch werde Juncker in den kommenden Monaten alle geplanten Reisen und Termine absolvieren.

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