Verteidigungsminister Darabos

ÖSTERREICH

So läuft die Tschad-Mission

Zuerst bricht ein Vorauskommando des Bundesheeres in den Tschad auf. Kurz darauf folgen die Pioniere, um das Camp aufzubauen.

Nach wochenlangen Verzögerungen soll der EU-Einsatz im Tschad nun rasch in die Tat umgesetzt werden. Die fehlenden Hubschrauber und Transportflugzeuge für die rund 3.500 Mann starke EU-Schutztruppe wurden zugesagt, jetzt geht es Schlag auf Schlag.

Vorauskommando
Der Start der Mission wird vom EU-Ministerrat beschlossen und bereits zum Monatswechsel sollen österreichische Soldaten in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, landen. „Ein rund 15-köpfiges Vorauskommando wird rund um den 31. Jänner in den Tschad aufbrechen, um die Lage vor Ort zu erkunden und die ersten Vorbereitungen zu treffen“, so Oberstleutnant Klaus Roch vom Streitkräfte-Führungskommando zu ÖSTERREICH. „In der ersten Phase konzentrieren sich die Vorbereitungen rund um die Hauptstadt des Tschad – hier trifft das Hauptkontingent der Truppe ein.“ Rund ein bis zwei Wochen später werden laut Roch bereits die ersten Pioniere des Bundesheeres im Tschad eintreffen.

„Mit Spezialgeräten ausgerüstet werden sie in N’Djamena ein Basislager aufbauen und mithelfen, die nötige Infrastruktur zu errichten“, erklärt Stefan Hirsch, Pressesprecher von Verteidigungsminister Norbert Dara­bos. In mehreren Phasen folgen im Anschluss die weiteren Soldaten. Neben den 50 Pionieren will Österreich ja bis zu 160 Soldaten in den Tschad entsenden. Mitte Februar sollen laut dem EUFOR-Hauptquartier in Paris die ersten Einsatzkräfte eintreffen. „Anfang März will die EU-Mission im Tschad jedenfalls ihre volle Kampfstärke erreicht haben“, weiß Stefan Hirsch.

Schrittweise Verlegung
Die Verlegung des österreichischen Kontingents von der tschadischen Hauptstadt in das multinationale Lager nach Abéché im Osten des Tschad soll im Laufe des Februar über die Bühne gehen. Von dort aus werden die Österreicher zu ihrem Einsatzgebiet rund um die Flüchtlingslager bei Iriba und Bahia aufbrechen.

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