Anschober-Interview: Erneute Untertitel-Panne im ORF

Lustiger Zwischenfall

Anschober-Interview: Erneute Untertitel-Panne im ORF

In der TVthek hatten Zuseher der "Zeit im Bild" wieder etwas zu lachen.

Und schon wieder schlug der Fehlerteufel beim ORF zu. Nach den denkwürdigen Untertitel-Pannen bei der Angelobung der türkis-grünen Bundesregierung oder auch bei der Analyse von Polit-Experte Peter Filzmaier, kam es nun wieder zu einer Verwechslung.

User der TVthek bemerkten bei den Untertiteln während dem Interview von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in der "ZiB 2" am Dienstag, dass da irgendwas nicht ganz stimmen kann. Denn während Anschober wirklich seriös über die Pandemie und über die Corona-Ampel spricht, werden am unteren Bildrand die eigentlichen Untertitel von "Willkommen Österreich" eingespielt.

Die besten Sager gibt es hier in der Slide-Show

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Corona-Ampel soll einfacher werden

Statt Witze zu reißen, hat Anschober im ORF-Interview Konfusionen im Zusammenhang mit der Corona-Ampel eingestanden. Er will wieder zu einer "einfacheren, klaren Kommunikation" kommen. "Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise in bissen zu viel", sagte er in der "ZiB2" am Dienstag. Er appellierte gleichzeitig eindringlich an die Bevölkerung, die Corona-Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Auf die Frage, ob die Ampel schlecht umgesetzt wurde, antwortete Anschober: "Wir versuchen in einer ernsten Situation, richtig zu reagieren." Die Ampel sei dabei eine umfangreiche, sehr qualitative Bewertung der Corona-Lage. Es sei immer so geplant gewesen, dass die Expertenkommission eine Einschätzung des Risikos mache und die Regierung "am Ende des Tages über Maßnahmen entscheidet". "Aber wir müssen klarer und einfacher werden in der Kommunikation. Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise in bissen zu viel." Die Ampel werde künftig auch nicht jede Woche umgestellt.

Anschober appellierte eindringlich an die Bevölkerung, "konsequent und verantwortungsvoll gemeinsam wieder zu den Grundmaßnahmen zurückzufinden." Denn die Zahlen "bei uns sind drastisch gestiegen". "Wir haben Prognosen, die uns sehr nachdenklich machen." Eines der berechneten Modelle gehe von bis zu 1.300 Neuansteckungen pro Tag aus.

Auch Simulationsforscher Niki Popper von der Technischen Uni (TU) warnte im ORF-"Report" vor einer zweiten Welle. Diese "ist dann da, wenn Testen, Tracen und Isolieren nicht mehr funktioniert". "Die Zahlen deuten darauf hin, dass wir schon ein Problem haben", bekräftigte Popper seine Aussagen in der "Presse", wonach "die Testen-Tracen-Isolieren-Strategie zusammenbricht".

 

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