Tamira Paszek

Wimbledon-Erfolge

Paszek: "Beginn einer neuen Ära"

Nach Erfolgslauf bis ins Viertelfinale von Wimbledon kommt sie nach Hause.

Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus (3:6, 1:6 gegen Asarenka)? Keine Spur. Natürlich wäre Paszek gerne als erste Österreicherin in ein Grand-Slam-Halbfinale eingezogen. Ihre ehrliche Analyse: „Ich habe nicht einmal schlecht gespielt. Aber sie war einfach in allen Belangen besser.“ Doch nach ihren sensationellen Auftritten in Wimbledon – samt Weltpremiere (erstmals wurde ein Match auf zwei Courts ausgetragen) – überwiegt die Freude. „Ich freue mich einfach riesig für mich selbst“, strahlte die 20-jährige Vorarlbergerin. Gestern war noch Zeit, Freunde in London zu besuchen. Und natürlich Souvenirs für die Daheimgebliebenen zu besorgen.

Wiedersehen mit Kicker-Freund Georg Margreitter
Donnerstaggeht’s ab nach Hause. Erholung ist angesagt. Natürlich kann sie dann auch Herzblatt Georg Marg­reitter, Kicker bei Austria Wien, wiedersehen. Bis sie zur Nordamerika-Tour samt US-Open aufbricht, bleibt auch ein wenig Zeit, die vergangenen Ereignisse zu verarbeiten. Paszek ist zwar erst 20, hat aber schon viel erlebt. Mit 14 stand sie im Wimbledon-Juniorinnen-Finale, mit 16 war sie im Wimbledon- und US-Open-Achtelfinale der „Großen“.

Tamira kletterte bis auf Platz 35 in der Weltrangliste. Dann kam der Absturz bis auf Rang 324! Jetzt ist sie wieder zurück in der Weltspitze. Nächste Woche wird sie der Computer etwa auf Platz 40 ausspucken. Ende des Jahres will sie unter die Top 30. Und dann in die Top 10. Paszek, die von Papa Arif Mohamed betreut wird: „Ich möchte mich Schritt für Schritt nach oben arbeiten. Jetzt beginnt eine neue Ära.“

Warum Paszek um ihren Olympiatraum zittern muss
Ein weiteres Ziel ist eine Olympia-Medaille 2012 in London – auf ihrer Lieblingsanlage in Wimbledon! Dafür muss sie sich allerdings mit dem österreichischen Tennisverband, der sie 2008 nicht für Olympia nominierte, versöhnen und im Fed-Cup starten. Das ist nämlich Voraussetzung für einen Olympiastart.

Frage: Tamira, wie fühlen Sie sich nach den tollen Auftritten in Wimbledon?
Tamira Paszek (20): Ich freue mich riesig für mich selbst. Es ist der Beginn einer neuen Ära in meiner Karriere. Endlich wieder positive Schlagzeilen.
Frage: Was sind jetzt Ihre nächsten Ziele?
Paszek: Ich hoffe, dass ich das nächste Mal einen Schritt weitergehen kann. Das Wichtigste ist aber, verletzungsfrei und gesund zu bleiben.
Frage: Was fehlt noch zu Ihrem Ziel, den Top-Ten?
Paszek: Das ist ein Prozess. Man braucht konstant solche Matches gegen Topspieler.