Banken-Pleite: Suche nach dem Maulwurf

Frau von Bankchef telefonierte

Banken-Pleite: Suche nach dem Maulwurf

Wer bekam vor der Bankenpleite einen Tipp? Es wurde jedenfalls eifrig telefoniert.

 

Bis zu sieben Millionen seien am Tag der Pleite der Commerzialbank Mattersburg (CBM) noch rasch behoben worden. Gab es unter der Hand Tipps für Freunde von Ex-Banken-Chef Martin Pucher? Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ließ jedenfalls in der ZiB2 durchblicken, dass die „Gerüchte“ ­ihren Ursprung bei der Ehefrau von Ex-Banken-Chef Pucher haben dürften. Sie habe per Telefon am besagten 14. Juli Freunde gewarnt, dass die Bank bereits in Schieflage sei. Doskozil selbst will am Nachmittag von Gerüchten gehört haben – und am frühen Abend von der Finanzmarktaufsicht FMA informiert worden sein.

Pleite amtsbekannt

Fix ist: Puchers Frau hat um 17 Uhr ihre beste Freundin ange­rufen und die CBM-Pleite angedeutet – und diese Freundin ist die Bezirkshauptfrau von Eisenstadt-Umgebung, Franziska Auer. Sie informierte den Landesamtsdirektor. ­ÖSTERREICH liegt die Aktennotiz vor. Damit war die Pleite quasi amtsbekannt. Doskozil sagt, er habe die Landesregierung um 19 Uhr informiert, mit dem Versuch des Regionalmanagements, noch schnell 1,2 Mio. Euro abzu­heben, habe das nichts zu tun, es habe schon im ganzen Land Gerüchte gegeben.

Puchers Anwalt

Norbert Wess bestätigte zwar das Telefonat mit ihrer besten Freundin Franziska Auer, dass Puchers Frau aber alle Freunde und Bekannten angerufen habe, bestreitet Wess: „Martin Pucher hat am 14. zu Mittag alle Funktionen in der Bank zurückgelegt und auch seinen Schlüssel abgegeben. Ich ­nehme an, das ist auch zum Landeshauptmann gedrungen“, hat Wess eine andere Erklärung für die „Gerüchte“ ...

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