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NR-Wahl

Bucher will "fünf Prozent plus"

Der Parteichef wird am Sonntag in Wien zum Spitzenkandidaten gekürt.

Josef Bucher geht fix davon aus, dass sein BZÖ bei der Wahl am 29. September den Wiedereinzug in den Nationalrat schafft. Als Wahlziel gibt er aufgrund einer IMAS-Umfrage „fünf Prozent plus“ aus. Der Parteichef wird am Sonntag bei einem Bundeskonvent in Wien zum Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl gekürt. Schwerpunktthema im Wahlkampf wird die Forderung nach einer Steuersenkung sein.

Kein Plan B

„Ich bin davon überzeugt, dass es gelingen wird, dass das BZÖ im Nationalrat bleibt. Laut den Prognosen ist das äußerst wahrscheinlich“, erklärte Bucher. Einen Plan B für den Fall, dass das Ziel doch nicht erreicht wird, habe er nicht: „Den braucht es nicht“, bekräftigte der Parteiobmann. Über ein Scheitern denke er nicht nach: „Weil wir reinkommen.“ Zwar sei er immer bescheiden, eine IMAS-Umfrage, die dem BZÖ fünf Prozent attestiere, veranlasse ihn dann aber, das Wahlziel auf fünf Prozent und mehr raufzuschrauben, so Bucher.

Treu bleibt das Bündnis im Wahlkampf dem Slogan „Genug gezahlt“. Gefordert werden Steuersenkungen, möglich würden diese durch Verwaltungsreformen und Bürokratieabbau, zeigte er sich überzeugt: „Wir haben den Mut zu Reformen und zu Veränderungen, dort, wo andere zurückschrecken.“

Freundliche Stimmung
Der Bündnischef tourt schon und noch bis zum Wahltag durch alle Wahlkreise Österreichs: „Es gibt eine irrsinnig freundliche Stimmung uns gegenüber.“ Die Liste für die Nationalratswahl, angeführt vom Parteichef, wird kurz vor der Deadline 12. August präsentiert. Bucher verspricht: „Es wird sicher Überraschungen geben.“ Auch soll der Frauenanteil darauf hoch sein. Derzeit sitzt für das BZÖ nur eine Frau (von zwölf Abgeordneten) im Hohen Haus. „Langfristiges Ziel“ sei ein Verhältnis von 50:50, auf der Bundesliste will er dieses Ziel „massiv beherzigen“, so Bucher. Auch die Landesorganisationen habe er gebeten, das einzuhalten. „Natürlich“ sollen sich die Frauen auch an wählbarer Stelle finden, nur das Reißverschlussprinzip könne er nicht versprechen, meinte der Klubobmann.

Für den Nationalratswahlkampf verfügt das BZÖ über ein angespartes Budget in der Höhe von vier Millionen Euro: „Unter vier Millionen braucht man gar nicht antreten.“ Das Einfrieren eines Teils der Parteienförderung im Zuge der Vorwürfe in der Telekom-Affäre kritisierte Bucher: „Natürlich tut uns die eine Million Euro weh. Das ist eine höchst seltsame Entscheidung, die getroffen wurde. Wir werden uns aber nicht unterkriegen lassen.“

Kritik an FPÖ/ FPK-Fusion

Apropos Altlasten, der „Wiedervereinigungsparteitag“ der FPK und der FPÖ in Kärnten am Freitagabend führe dazu, dass die Kärntner Freiheitlichen eine „Filiale“ der Wiener FPÖ werden, meinte Bucher: „Das geht nicht gut.“ FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache werde künftig den Kärntnern sagen, wo es lang geht: „Für das Selbstbewusstsein ist das das Schlimmste, die größte Schmach für die Kärntner Freiheitlichen.“

Der außerordentliche Bündniskonvent des BZÖ steht unter dem Motto „Die erste Wahl“ und findet am Sonntag ab 11 Uhr in Wien Floridsdorf statt. Nach der Wahl des Spitzenkandidaten und einer Rede desselben wird am Nachmittag zum „orangen Sommerfest“ geladen.

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