Mineralwasserabfüller Güssinger

Betrieb müsste Auflagen erfüllen

Land Burgenland könnte Güssinger unterstützen

Wirtschaftliche Probleme bei Mineralwasserabfüller, Landtagspräsidentin kann sich Beteiligung des Landes vorstellen.

Gerersdorf-Sulz. Das Land Burgenland könnte den Mineralwasserabfüller Güssinger, der nach einem vom Lebensmitteldiskonter Hofer verhängten Lieferstopp mit wirtschaftlichen Problemen kämpft, unterstützen. Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ) kann sich eine Beteiligung der Wirtschaft Burgenland (WIBUG) oder durch den Athena-Fonds vorstellen, sagte sie in einer Aussendung. Der Betrieb müsste aber Auflagen erfüllen.

Die WIBUG, eine 100-Prozent-Tochter des Landes, und der Athena-Fonds, der Risikokapital für Klein- und Mittelbetriebe bereitstellt, hätten schon vielen Firmen geholfen und Betriebe vor dem Zusperren bewahrt, betonte Dunst. Eine ähnliche Variante könne auch Güssinger helfen. Dafür fordert die Landtagspräsidentin die Verantwortlichen beim Mineralwasserabfüller auf, die "nötigen Schritte" zu tun. "Für eine Beteiligung des Landes ist Transparenz nötig", sagte sie. Bisher habe das Unternehmen allerdings wenig Bereitschaft gezeigt, "den nötigen Schritt der Öffnung der Bücher zu tätigen", meinte Dunst.

Auch die "undurchsichtigen Eigentumsverflechtungen" seien hier ein Hindernis. Dunst will jedenfalls "alles daran setzen, den Standort zu retten". Der Betrieb sei wichtig für die Arbeitnehmer und ein Aushängeschild für die Region. "Jeder Arbeitslose wäre einer zu viel", betonte sie.
 

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