Chris Lohner: Wut-Posting gegen Regierung

TV-Star richtet Worte an VdB

Chris Lohner: Wut-Posting gegen Regierung

Die ÖBB-Stimme beklagt „Attacken auf die Demokratie“, besonders von Innenminister Kickl.

 

Sie ist die Stimme der Bahn: Mit ihren Durchsagen in Österreichs Zügen und auf Bahn­höfen genießt Chris Lohner Kultstatus, ist ungemein beliebt. Jetzt schießt sie scharf gegen die Regierung.

In einem auf Facebook veröffentlichten offenen Brief an Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert sie ihn auf, „den Attacken der Regierung auf die Demokratie Einhalt zu gebieten, mit aller Härte und Deutlichkeit“. Das Posting wurde tausendfach geliked und geteilt.

Respekt

Im Gespräch mit ÖSTERREICH erklärt Lohner, was sie bewegt hat: „Politiker sind dazu da, ein Volk zusammen zu halten nicht auseinander zu dividieren und gegeneinander aufzuhetzen.“ Lohner weiter: „Man muss nicht alle Menschen lieben, aber man kann doch jeden mit Respekt und Würde begegnen. Das findet nicht statt.“ Ihre Wut richtet sich vor allem gegen Innenminister Herbert Kickl. „Jemanden, der so fremdenfeindliche Parolen plakatieren lässt, zum Innenminister zu machen, kann ich nicht verstehen.“

Machtwort

Der Bundespräsident habe „mehr Kompetenz, als sich nur zu Wort melden zu dürfen“, so Lohner. Aber: Einzelne Minister kann er nicht feuern, nur die gesamte Regierung. Gegenüber ÖSTERREICH stellt Lohner klar: „Ich fordere damit nicht, dass Van der Bellen die Regierung entlässt!“ Ihr Wunsch sei, „dass er ein Machtwort spricht und dann tut, was er tun kann, um die Situation zu verbessern“. (baa)

Hohe Wellen

„Ich bin nicht allein mit dieser Bitte!“, schließt Lohner ihren offenen Brief. Tatsächlich schlägt der Beitrag hohe Wellen, wurde tausendfach gelikt und geteilt. Sie versuche einen Termin bei Van der Bellen zu bekommen und erwägt eine Unterschriftenkampagne.

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