AMS Arbeitslose Coronavirus

Neue Erleichterungen bei
 der Corona-Kurzarbeit

Corona-Krise: 16.000 Arbeitslose an einem Tag

Artikel teilen

Arbeitsmarkt-Experte: „Die derzeitige Situation ist nicht mit anderen Krisen vergleichbar.“

 

Die Telefone beim ­Arbeitsmarkt-Service (AMS) glühen, die Situation ist dramatisch: Allein am Montag sind 16.000 Arbeitslosen-Anträge eingegangen. „Wir gehen davon aus, dass diese ­Woche sehr hart wird“, sagt AMS-Chef Johannes Kopf.

Experten rechnen jetzt mit Hunderttausenden Arbeitslosen mehr, zumindest vorübergehend. Zusätzlich zur Corona-Krise, die zahlreiche Betriebe zwingt, zu schließen oder die Produktion einzustellen, kommt die vorzeitige Beendigung der Wintersaison.

Auslands-Pendler kommen
nicht an den Arbeitsplatz

Wifo-Experte Helmut Mahringer sagt zu ÖSTERREICH: „Die derzeitige Situation ist nicht mit anderen Krisen vergleichbar.“ In der letzten großen Wirtschaftskrise 2008

09 sei die Nachfrage weggebrochen.

„Jetzt kann zum Teil gar nicht mehr produziert werden. Viele Geschäfte können aufgrund der Auflagen nicht offenhalten. Außerdem gibt es international Zulieferschwierigkeiten bei bestimmten Komponenten, wodurch die Produktion auch in Österreich beeinträchtigt wird.“ Auch Pendler aus dem benachbarten Ausland haben Schwierigkeiten, zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.

All das wirkt sich auf den Arbeitsmarkt verheerend aus. „Die Entwicklung wird sich schon in den Arbeitslosendaten Ende März niederschlagen“, sagt der Experte.

Katzian: "Keine Ausreden mehr für Unternehmer"

Wohl auch aufgrund der hohen Arbeitslosen-Meldungen hat die Regierung den Zugang zur neuen Corona-Kurzarbeit für Unternehmer noch einmal erleichtert. Eine Kostenübernahme der Dienstgeberbeiträge gibt es nun schon ab dem ersten und nicht erst ab dem vierten Monat. Darauf haben sich Regierung und Sozialpartner geeinigt. „Es gibt jetzt keine Ausreden mehr für Unternehmer“, sagt ÖGB-Chef Wolfgang Katzian.

Auch ÖVP-Arbeitsministerin Christine Aschbacher ruft dazu auf, jetzt niemanden zu kündigen. AK-Präsidentin Renate Anderl appellierte ebenfalls, das Modell zu nutzen: „Es wird einen Tag nach der Krise geben, dafür müssen wir bereits jetzt Vorsorge treffen, damit unser Land dann rasch wieder funktioniert.(knd)

Dein oe24 E-Paper
Jetzt NEU auf oe24.at: Mit einem Click zum kompletten E-Paper ▲
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo