Glyphosat: Strafanzeige gegen EU

Gutachten abgeschrieben

Glyphosat: Strafanzeige gegen EU

Weil die EU  erneut das Pflanzengift zugelassen hat.

Nach jahrelangem Hin und Her wurde der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat letzte Woche von der EU auf weitere fünf Jahre zugelassen. Umweltorganisationen in ganz Europa rund um Global 2000 wollen das nicht auf sich sitzen lassen und gehen jetzt sogar rechtlich gegen die EU vor.

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Konkret gibt es eine Strafanzeige gegen das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Der Vorwurf: Die Behörden hätten „keine unabhängige, objektive und transparente Bewertung der gesundheitlichen Risiken von Glyphosat vorgenommen“, sondern in ihrem Gutachten vielmehr den Zulassungsantrag des Pestizid-Herstellers Monsanto Wort für Wort übernommen.

NGOs unterstellen der EU 
Verbindungen zu Monsanto

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet Glyphosat – das allein in Österreich in einer Menge von 300 Tonnen jährlich zum Einsatz kommt und in etwa der Hälfte unserer Lebensmittel zu finden ist – als „wahrscheinlich krebserregend“. Die EU-Studien kommen indes zu einem anderen Ergebnis und das ähnelt jenem von Monsanto selbst.

Zudem sollen die geleakten sogenannten „Monsanto Papers“, laut Global 2000, eine Einflussnahme des Konzerns auf die Behörden beweisen.     



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