Witwe Claudia Haider präsentiert neues Buch
Zum 75. Geburtstag von Jörg Haider (2008) erscheint auf Initiative seiner Witwe Claudia Haider (68) das Buch "Jörg Haider -Visionär und politischer Rebell: Spuren eines Systembrechers" (stv Verlag). Mit MADONNA sprach Claudia Haider über ihr Leben mit der Trauer - und die politischen Grundsteine, die Haider legte.
Am Sonntag hätte Ihr Mann seinen 75. Geburtstag. Mit welcher Emotion gehen Sie in diesen Tag?
Haider: Die riesengroße Trauer und der überwältigende Schmerz, der am 11. Oktober 2008 so elementar in unser Leben gebrochen ist, hat sich in eine stille Trauer gewandelt - was aber auch heißt, dass mein Mann immer noch da ist. In unseren Gesprächen, unseren Gedanken, aber mit einem Lächeln.
Auf politischer Ebene ist nun das eingetreten, wovon Ihr Mann zeit seines politischen Lebens geträumt hat -wie empfinden Sie die Situation?
Haider: Ich bin sehr zufrieden damit. Auf dem Grundstein, den mein Mann mit sehr viel Mühe gelegt hat, wurde weitergebaut -und wie man sieht, hat dieser Weg zum Erfolg geführt.
Wie haben Sie die Entwicklung von Herbert Kickl, den Sie ja schon sehr lange kennen, erlebt?
Haider: Er ist anders als Jörg Haider, aber das ist kein Wunder -es gibt über 8 Milliarden Menschen, jeder ist ein Unikat. Er war schon zu Jörg Haiders Zeiten ein sehr begabter Mitarbeiter. Ich kenne ihn als sehr gebildeten und intellektuellen Menschen. Was ich bewundere, ist seine hohe Schmerzgrenze gegen persönliche Angriffe.
Wird alles gemacht, wie es Ihr Mann gewollt hätte?
Haider: Das ist eine obsolete Frage, es liegen 16 Jahre dazwischen. Die Welt hat sich geändert und man passt sich den neuen Gegebenheiten an. Aber mein Mann war sehr visionär und und hat sehr weit vorausgeschaut.