Haslauer lehnt Öffnung der Kaserne Tamsweg ab

Asyl

Haslauer lehnt Öffnung der Kaserne Tamsweg ab

 "Die Kaserne ist auch weiterhin militärisch zu nutzen".

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) lehnt die vorliegende Pläne von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) zur Öffnung der Kaserne in Tamsweg (Lungau) für Asylwerber ab. "Die Kaserne in Tamsweg wird militärisch genutzt und ist aus Salzburger Sicht auch weiterhin militärisch zu nutzen", betonte Haslauer am Dienstag in einer Aussendung.

Haslauer sprach sich auch gegen eine gleichzeitige Verlegung von Grundwehrdienern auf einen anderen Standort aus. "Ich verlange vom Verteidigungsminister, dass er zu den Vereinbarungen auf Bundesebene steht. Es wurde klar festgehalten, dass ein Ausschluss einer militärischen Nutzung auch nach Ende 2016 nicht feststeht und über die weitere Vorgangsweise mit dem Land zu verhandeln ist. Eine Absiedelung der Soldaten aus der Kaserne und damit eine faktische Außernutzungsstellung ist davon sicher nicht umfasst."

Grundsätzlich stelle sich die Frage, ob sich Tamsweg aufgrund der dezentralen Lage überhaupt für ein nur kurzfristig zu belegendes Übergangsquartier des Bundes eignet. "Klar ist aus meiner Sicht, dass eine Unterbringung von zusätzlichen 350 bis 400 Personen in Tamsweg außerhalb jeder Relation steht und daher abzulehnen ist", sagte der Landeshauptmann.

 



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