Hausdurchsuchung bei Kickls AfD-Gastgeber

Vorwurf der Steuerhinterziehung:

Hausdurchsuchung bei Kickls AfD-Gastgeber

Verdacht der Steuerhinterziehung: Hausdurchsuchung bei AfD-Parteichef Alexander Gauland - der deutsche Rechtsaußen-Politiker hat am Dienstag noch Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) empfangen.

Aufmerksam hat Alexander Gauland, Parteichef der ultrarechten "Alternative für Deutschland" (AfD), am Dienstag in Berlin die Worte seines Gastes aus Österreich verfolgt: FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl referierte über Europas Grenzschutz und darüber "wie FPÖ und AfD an Diffamierungen" leiden würden.

Nur wenige Stunden später hat Kickls Gastgeber größere Probleme: Der Deutsche Bundestag hat die Immunität von Alexander Gauland aufgehoben, unverzüglich führte die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung bei ihm durch. Der Verdacht gegen den Politiker (78): Er soll Steuern hinterzogen haben, es gehe um eine alte Steuererklärung.

Parteiinterne Kritik am FPÖ-Klubobmann

Für Herbert Kickl kommt diese Hausdurchsuchung bei seinem Gastgeber zu einem höchst unpassenden Zeitpunkt: Der FPÖ-Klubchef wurde ohnehin schon für dieses Treffen und diese Linien-Vorgabe für die ganze FPÖ deutlich kritisiert. Etwa auch von Vorarlbergs FPÖ-Chef Christof Bitschi: "Ich lehne solche Auftritte und Besuche bei ausländischen Parteien ab und würde selbst auch solche Reisen nicht machen", betonte der Vorarlberger Freiheitlichen-Chef in seiner Aussendung.

Er habe als Vorarlberger Landesobmann ausreichend Arbeit, dasselbe werde wohl auch für die Vertreter der Bundespartei gelten. "Da braucht es diese zusätzlichen Aufgaben nicht. Sie sind überflüssig wie ein Kropf", so Bitschi. Er empfahl seinen Partei-Kollegen auf Bundesebene vielmehr, "solche Kontakte zu Parteien im Ausland grundsätzlich einzustellen und sich auf die Aufgaben im Land zu konzentrieren".

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