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Rosenkranz: ''Will ein aktiver Präsident sein''

FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz im oe24.tv-Interview.

oe24.TV: Wie legen Sie Ihren Hofburg-Wahlkampf an – eher im Stil von Norbert Hofer oder Herbert Kickl?

Walter Rosenkranz: Im Stil von Walter Rosenkranz. Ich bin kein Polit-Rabauke. Ich habe großen Respekt vor dem Amt, es ist eine unglaubliche Aufgabe. Viel schlechter als der derzeitige Amtsinhaber kann ich es nicht machen, ich glaube sogar besser. Ich würde meine Ankündigungen, ein aktiver Präsident zu sein, auch wahr machen.

oe24.TV: Wie fest sitzt Ihr FPÖ-Chef Kickl im Sattel?

Rosenkranz: Aus meiner Sicht sehr fest. Die parteiinternen Dinge kommen immer aus der Anonymität heraus. Bei mir hat sich kein einziger Landesparteiobmann gemeldet. Die Umfragezahlen stimmen, da hat Kickl die FPÖ mit einer kantigen Oppositionspolitik hingeführt.

oe24.TV: Kickl fährt einen harten Corona-Kurs, wie stehen Sie zur Impfung? Sind sie Covid-geimpft?

Rosenkranz: Ich bin geimpft. Ich habe genau das gemacht, was Herbert Kickl immer gesagt hat: Es ist eine höchstpersönliche Entscheidung, ob man sich impfen lässt oder nicht. Die Regierung ist hier nicht mein Berater, sondern mein Hausarzt.

oe24.TV: Van der Bellen warf Ihnen vor, Ansagen die Regierung zu entlassen klingen nach Putsch und Willkür. Was sagen Sie dazu?

Rosenkranz: Das sind wirklich harte Vorwürfe. In der Verfassung steht, was der Präsident machen kann. Wenn das totes Recht wäre, warum schreibt man es dann hinein? Laut VdB soll der Präsident nur Bänder durchschneiden. Ich habe gesagt, unter Umständen werden wir das diskutieren. Ich werde nicht nach meiner Angelobung in der Hofburg als Erstes die Regierung entlassen.

oe24.TV: Würden Sie als Präsident gegen die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges auftreten?

Rosenkranz: Ja, weil ich die Neutralität so auffasse, dass die Sanktionen nichts anderes sind als ein Wirtschaftskrieg, der aus falsch verstandener europäischer Solidarität begonnen wurde. Das bringt massiven Schaden für die Bevölkerung, auch was das Ansehen von Österreich im Ausland betrifft. Ich sehe keinen Stellenwert in Kanzler-Besuchen in der Ukraine oder Moskau.