Michael SPINDELEGGER / Hypo

Klagenfurt

Hypo: Rekord-
Verlust 2013

Ohne neue Steuergeldspritze hätte die Hypo für 2013 gar nicht bilanzieren können.

Die Hypo Alpe Adria beschließt ihr letztes Jahr als Bank mit einem Megaverlust. Abschreibungen und Wertberichtigungen haben das Minus in die erwartete Milliardenhöhe getrieben.

Bis September braucht Hypo nochmals Staatsgeld

Nach internationaler Rechnungslegung (IFRS) wird für 2013 ein Nettoverlust von 1,9 Mrd. Euro erwartet. Im Einzelabschluss der Bank sind es sogar 2,7 Mrd. Euro – hier sind die Balkan-Banken-Abschreibungen enthalten. Diese vorläufigen Zahlen teilte die Hypo am Donnerstag mit. Die endgültige Bilanz kommt nach einer für 16. April anberaumten Aufsichtsratssitzung.

Um für 2013 überhaupt bilanzieren zu können, ohne unter die vorgeschriebenen Kapitalgrenzen zu fallen, braucht die Hypo 750 Mio. Euro vom Steuerzahler. Diese neue Geldspritze wurde, wie berichtet, am Mittwoch beschlossen. Im Vorjahr hatte die Hypo 1,75 Mrd. vom Staat bekommen, die letzte Tranche erst im Dezember. Dieses Geld ist aber längst aufgebraucht.

Noch einmal rund 750 Mio. Euro wird die Bank brauchen, um bis September, wenn die geplante Abbaugesellschaft stehen soll, über die Runden zu kommen. Die aus dem Abbau fauler Kredite & Co. zu erwartenden Verluste wurden zuletzt auf bis zu vier Mrd. Euro beziffert. Am Finanzplatz Wien halten sich allerdings hartnäckig Schätzungen, die das Verlustpotenzial aus dem Abbau bei zehn bis 16 Mrd. Euro sehen.



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