KfV und ÖVP fordern Handy-Verbot für Radler

Verkehr

KfV und ÖVP fordern Handy-Verbot für Radler

Test zeige: Biker "genauso reaktionsschwach und abgelenkt" wie Autofahrer.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ist ebenfalls für ein Handyverbot und die Herabsetzung der Alkolimits von 0,8 auf 0,5 Promille für Radfahrer. Dies hatte Fritz Aichinger, Klubchef der Wiener ÖVP, gefordert.

Tests würden beweisen: "Ein Radfahrer ist mit Alkohol im Blut genauso reaktionsschwach und mit Handy am Ohr genauso abgelenkt, wie ein Autofahrer", so KfV-Direktor Othmar Thann.

Es sei ein Unikum und ein "rechtlicher Lapsus", dass derzeit für Radler andere Regelungen gelten als für Autofahrer, so Thann. Eine Angleichung in der Straßenverkehrsordnung wäre leicht zu machen, zeigte er sich überzeugt. Biker dürfen derzeit mit bis zu 0,8 statt 0,5 Promille unterwegs sein und außerdem - anders als Autolenker - beim Fahren telefonieren. Denn für Pedalritter gibt es bis dato keine diesbezügliche Regelungen.

Der KfV-Chef verwies in der Aussendung auf einen Test mit freiwilligen Teilnehmern, bei dem das Kuratorium untersucht hat, wie sich Alkohol und Handy auf die Reaktionsschnelligkeit auswirken. Das Ergebnis: Telefonierende Biker büßen mehr als ein Drittel ihrer Reaktionsfähigkeit ein, wie ein Versuch am Fahrradsimulator zeigte. Außerdem mussten die Testpersonen unter Alkoholeinfluss einen Parcours zurücklegen. "Statt 13 Fehlern pro Lauf bei einer Alkoholisierung von 0,5 Promille, fuhren die Probanden bei einer Alkoholisierung von 0,8 Promille gleich 20 Mal neben der Spur", hieß es. Außerdem stieg die Reaktionszeit um knapp eine halbe Sekunde, der Anhalteweg verlängerte sich von 3,9 auf 4,6 Meter.

Thann verwies darauf, dass "in punkto Alkohol und Handy adäquate Regelungen für Radfahrer" seinerzeit übersehen worden seien. Angesichts des stetig steigenden Radverkehrs sei es nun "an der Zeit, über diese Regelungen nachzudenken".

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