Ex-Außenministerin streitet mit

Kneissl: 515.000 Euro Russen-Gage

Kneissl
© APA/Schlager
Putins Konzern Rosneft veröffentlichte im Jahresbericht die Directors-Remunerations.
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Wien/Südfrankreich. Ex-Außenministerin und selbsternannte Flüchtlings-Frau Karin Kneissl lebt laut eigenen Angaben im „Exil“ in Südfrankreich von 1.200 Euro pro Monat, die sie mit Unterricht und Schreiben verdiene, „keine staatliche Flüchtlingsbetreuung“, merkt sie an.

ZiB2-Star Wolf fand die Rosneft-Gagenliste

Twitter-Angriff. Armin Wolf, der einst in der ZiB2 oft mit Kneissl stritt, grub daraufhin den Geschäftsbericht des Jahres 2020 des russischen Energieriesen Rosneft aus, der ganz oben auf den Sanktionslisten der EU steht. Darin sind die Remunerationen der Mitglieder des Boards of Directors aufgelistet: Der deutsche Ex-Kanzler Gerhard Schröder kassiert als Chef des Boards etwa 600.000 Dollar, ein normaler Aufsichtsrat, der in zwei Ausschüssen mitarbeitet – was exakt auf Kneissl zutrifft – kassierte 515.000 Euro (500.000 $ Grundgehalt und 30.000 $ pro Ausschuss).

Diesen Tweet teilte ZiB2-Mann Martin Thür. Und dem konterte Kneissl prompt, dass sie bisher Null erhalten habe und nicht wisse, wieviel sie verdienen werde. Was nur teilweise wundert: Aufsichtsräte werden üblicherweise nach Vorliegen der Bilanz entlohnt. Das wäre Ende April. Was Wolf aber sehr wundert: „Das wäre der erste Dienstvertrag, wo der Dienstgeber erst nachher sagt, was er zahlt.“

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