Korruptionsanklage gegen Ex-Vizekanzler Strache

Nach möglichem Gesetzeskauf

Korruptionsanklage gegen Ex-Vizekanzler Strache

Strache soll in seiner politischen Funktion einem Bekannten den Einstieg zum Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (Prikraf-Fonds) organisiert haben. 

Der ehemalige FPÖ-Obmann dürfte sich bald erstmals nach seinen verhängnisvollen Aussagen im Ibiza-Video vor Gericht verantworten. Strache sei von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) angeklagt worden, berichtete Medien am Donnerstag. Im sogenannten Prikraf-Verfahren geht es um möglichen Gesetzeskauf und damit verbundene Vergünstigungen für einen Privatklinikbetreiber. Eine Bestätigung gab es von der Behörde vorerst nicht.

Strache-Verteidiger bestätigt Strafantrag 

Der 51-Jährige soll sich als Regierungsmitglied dafür eingesetzt haben, dass die Klinik vom Ex-Glückspielmanager Walter Grubmüller im Prikaf-Fond aufgenommen wird. Im Zuge dessen könnte er die Leistungen direkt mit der Sozialversicherung verrechnen. Sein Anwalt Josef Pauer bestätigt indessen in einer Presseaussendung, dass ein Strafantrag gegen Strache vorliegt. 
  

Verfahren dreht sich um Gesetzeskauf 

Tatverdächtige sind nach dem Bericht sowohl Strache, als auch der Betreiber einer Wiener Privatklinik, der offiziell als Parteispender der Freiheitlichen gilt. Beide bestreiten dir Vorwürfe. Strache hatte in einem Chat den Parteispender gefragt, was denn für ein Gesetz "gebraucht" werde. 



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